Wie man Videospiele 1992 gekauft hat
Passend zum vorherigen Beitrag würde ich nun gern schreiben, dass ich mich da noch sehr gut dran erinnern konnte, tatsächlich war ich 1992 aber gerade mal 6 Jahre alt und hatte mit Videospielen nur sehr wenig am Hut. Aber Computerspiele waren damals schon ein Ding, dann aber eher das, was meine Eltern mir vorgesetzt haben.
Natürlich hatte aber auch ich so meine Phase, in der ich regelmäßig in die Läden gestapft bin und dann die Regale mit den Spielen durchforstet hab. Damals konnte man die nämlich noch physisch kaufen und das auch in übertrieben großen Kartons. Darin enthalten dann meistens nur eine CD und mit etwas Glück ein Handbuch. Und ich fand, das war alles ein bisschen einfacher, weil auch der Markt mit PC-Komponenten übersichtlicher war. Da reichte dann ein schneller Blick auf die Rückseite und es war klar, ob das Ding auf dem heimischen Rechner lief oder nicht. Und ja, wir haben auch versucht, unseren eigenen Vorteil daraus zu schlagen, Stichwort Umtausch von Spielen inklusive „Sicherungskopie auf eigenen CDs“ – klappte mal mehr mal weniger gut.
Gibt es heute alles nicht mehr, weil digitale Versionen den Markt dominieren, der stationäre Handel lieber rumheult, als wirklich mal was gegen das eigene Sterben zu machen und es schlichtweg zu viel von allem gibt – nur nicht der Zeit, die man dafür und das Zocken selbst braucht.
Dennoch löst das nachfolgende Video bei mir ein bisschen Nostalgie und die eine oder andere Erinnerung aus:
Cartridges on the wall, demo kiosks glowing, and kids crowding around Nintendo and SEGA screens. A quick look inside Virgin Megastore in 1992, when shopping for games meant playing them first.
Und ja, wir hatten alle Jacken an, die uns eigentlich viel zu groß waren. Genau wie die Spieleverpackungen eigentlich zu groß waren.
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