30 Jahre danach: Ein Besuch in Tschernobyl

30 Jahre danach: Ein Besuch in Tschernobyl

30 Jahre ist es nun her, als das erste Ereignis der Kategorie „katastrophaler Unfall“ passierte: die Explosion des Reaktors im Kernkraftwerk Tschernobyl. Was eigentlich eine Simulation eines vollständigen Stromausfalls sein sollte, entpuppte sich durch schwerwiegende Verstöße gegen geltende Sicherungsvorschriften als Himmelfahrtskommando – die WHO geht insgesamt von 4.000 Todesopfer infolgedessen aus. Spannend ist hier vor allem die Chronologie, die man auf Wikipedia nachlesen kann.

Mittlerweile läuft die Halbwertszeit des unter anderem freigesetzten Caesium in diesem Jahr ab, was allerdings noch lange nicht heißt, dass Tschernobyl wirklich sicher geworden ist. Zwar nimmt man immer wieder Baumaßnahmen zum Schutz des zerstörten Reaktors vor, von einer besiedelbaren Landschaft ist aber noch lange nicht zu reden.

Der Filmemacher Janis Bord aus Dresden war zusammen mit Andreas Krause vor einiger Zeit dennoch in der Sperrzone und hat dabei filmisch festgehalten, wie es unter anderem in Pripyat aussieht. Nichts, was wir nicht schon aus anderen Filmchen, Filmen und Computerspielen kennen und doch wirkt es noch immer beklemmend, wie zum einen die Zeit dort stehen geblieben ist, aber auch wie die Natur sich langsam diesen Ort zurück geholt hat:

A short trip to Chernobyl Exclusion Zone.

Filmed by: Janis Brod & Andreas Krause
Edited by: Janis Brod
Music by: Kosta T & Zinaida Trokai

30 Years After – Chernobyl 4K from Janis Brod.

[via]

Über Martin

Martin
Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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