Das sind die wahrscheinlich beliebtesten Sportarten jenseits des Großen Teichs
In den Vereinigten Staaten sind Sport und körperliche Betätigung mehr als nur ein Hobby, viele Amerikaner sind mit Leidenschaft am Start. Von den Schulmannschaften bis hin zu den Profiligen verfolgen die Menschen in den USA ihre Lieblingssportarten mit unvergleichlicher Liebe zum Sport. Anders als in Europa spielt Fußball eine untergeordnete Rolle. Welche Sportarten jenseits des Großen Teichs dominieren, wird hier genauer erklärt.
Basketball – hier tobt das Leben am Puls der Körbe
Basketball, die Parade-Sportart der Miami Heat, liefert eine ganz besondere Dynamik. Die Atmosphäre im Stadion ist einzigartig und nicht nur die Amerikaner setzen alles daran, günstige Tickets für ein Liveerlebnis abzustauben. Die größten Teams der NBA sind neben den Heat die Los Angeles Lakers und die Chicago Bulls. Die Spiele ziehen Fans in Stadien mit Kapazitäten von über 20.000 Zuschauern an. Basketball hat seine Wurzeln in den USA und wurde 1891 vom kanadischen Arzt James Naismith erfunden. Über die Jahre hat es sich nicht nur zu einem amerikanischen Lieblingssport, sondern auch zu einer globalen Herausforderung entwickelt. Erst 2023 gelang es dem deutschen Basketballteam die Weltmeisterschaft zu gewinnen, erstmalig in der Geschichte.
American Football – hier stoßen Giganten aufeinander
Wenn im Herbst die NFL-Saison startet, dreht sich in den USA alles um American Football. Der Super Bowl, das jährliche Finale, ist ein nationales Event, das weit über den Sport hinausgeht. Schon Monate im Vorfeld wird gerätselt, wer bei den gigantischen Halbzeitshows auftritt und wie die Fernsehquoten am Ende aussehen. Ganz klar gehört Football nicht nur in New York zu den Highlights, sondern im gesamten Land und darüber hinaus. Deutsche Supermärkte verkaufen kurz vor dem Super Bowl Fanartikel und typisch amerikanische Snacks, die mit Kusshand von den Liebhabern genommen werden. In den Staaten ist der Sport für seine körperliche Intensität, strategische Spielsysteme und leidenschaftliche Fans bekannt. Viele der größten Universitäten des Landes haben eigene Football-Teams, und ihre Spiele ziehen Touris und Einheimische an.
Die zeitlose Sportart der Amerikaner – Baseball mit langer Tradition
Baseball wird oft als "Amerikas Pastime" bezeichnet und hat in den USA eine tief verwurzelte Tradition. Von Frühlings-Trainingslagern bis hin zur World Series im Herbst leben die Amerikaner den Baseball-Rhythmus. Die Major League Baseball (MLB) hat legendäre Teams wie die New York Yankees und die Boston Red Sox hervorgebracht. Baseball-Spiele sind bei den Amerikanern familiäre Events, bei denen Jung und Alt im Stadion aufeinandertrifft. Hier werden Hotdogs genossen, der Inning Stretch gesungen und in infernalischen Lautstärken gejubelt.
Der eiskalte Thrill auf geschliffenen Kufen – Eishockey in den Staaten
Eishockey ist besonders in den nördlichen Bundesstaaten und Regionen mit kälterem Klima ein Hit. Die NHL beherbergt einige der talentiertesten Spieler der Welt. Spannende Spiele, hart umkämpfte Playoffs und der Kampf um den begehrten Stanley Cup machen Eishockey zu einem Winterfavoriten. Teams wie die Detroit Red Wings, Pittsburgh Penguins und Chicago Blackhawks haben tief verwurzelte Fangemeinden. Schon in den Schulen spielt das Thema Hockey eine Rolle, die besten Spieler haben bereits vor dem 10. Lebensjahr mit dem Training begonnen. Wenn die Jagd um den Puck losgeht, hält die Spieler nichts mehr auf den Sitzen. Jubelnde Fans übertönen das Schlaggeräusch gegen den Puck mühelos.
Fußball – kein Highlight aber immer beliebter
Fußball, in den USA als "Soccer" bezeichnet, hat in den letzten Jahrzehnten erheblich an Popularität gewonnen. Die Major League Soccer entwickelt sich weiter und bringt Städte wie Los Angeles, Seattle und Atlanta zusammen. Die US-Frauen-Nationalmannschaft hat auf internationaler Ebene mehrfach Gold geholt und hat den Sport im Land weiter popularisiert. Bis es tatsächlich zu einer erfolgreichen Teilnahme bei einem internationalen Turnier wie der WM kommt, wird es noch viele Jahre brauchen. Die USA spielen zwar öfters mit, werden aber niemals als Favoriten anerkannt. Mit dem gestiegenen Interesse an der Sportart ist hier aber ein Wandel denkbar.
Die Sportart der Reichen und Schönen – Amerika als Land der Golfer
Golflegenden wie Tiger Woods und Arnold Palmer haben dem Spiel in den USA die Richtung vorgegeben. Einige der weltbekanntesten Plätze und Turniere existieren in den USA und ziehen Jahr für Jahr Fans aus aller Welt an. Die Masters in Augusta sind eines der großen Highlights und haben unter anderem dazu beigetragen, den Golfsport nicht nur in Amerika interessanter zu gestalten. Die beiden konkurrierenden Nationen USA und Großbritannien sind Hauptgründe dafür, warum heute auf der ganzen Welt gegolft wird.
Für Amateure und Profis – Tennis ist für die Amerikaner wichtig
Tennis hat in den USA sowohl auf Amateurebene als auch in der Profiszene eine breite Anhängerschaft. Turniere wie die US Open sorgen für weltweite Blicke auf das Land. Amerikanische Spieler wie Serena und Venus Williams, Pete Sampras oder Andre Agassi haben dem Sport eine eigene Richtung verliehen und die globale Beliebtheit gefördert. Noch heute herrscht Ausnahmezustand bei den Amerikanern, wenn Events wie Wimbledon und andere Meisterschaften stattfinden. Als eine beliebte Freizeitbeschäftigung wird hingegen eher Squash gespielt, was artverwandt ist mit dem Tennis, aber nicht vergleichbar.
