Emma Rose – 3/10 - Was is hier eigentlich los

Emma Rose – 3/10

Emma Rose – 3/10 Musik

Emma Rose – 3/10 | Musik | Was is hier eigentlich los?

Gesungen hat Emma Rose schon immer. Musik gemacht auch. Aber den Traum mit ihrer Musik professionell auf Bühnen zu stehen, hat sie sich nie getraut zu träumen. Doch dann ging im letzten Herbst ein Money-Boy-Cover von ihr auf TikTok viral. Aus den kleinen Schnipseln für die Socials, in denen mit klaviergetragenem Gesang, jeder Menge Humor und vielleicht ein bisschen feministischem Twist die Stücke anderer interpretiert, werden schließlich eigene Songs zwischen dreamy Bedroom-Tunes und Indie-Pop: Witzig, trotzdem mit Haltung, aber ohne Zeigefinger - und genau deshalb so relatable.

2002 in Bochum geboren, kommt Emma Rose in der Schule und bei sozialen Kunstprojekten mit Musik in Kontakt. Sie schreibt erste Songs auf Englisch und merkt immer mehr, wie gerne sie eigentlich singt. Mit 15 fängt sie an, regelmäßig Cover auf Instagram hochzuladen.
Als Mitschüler eine kleine Jazz-Band gründen und sie fragen, ob sie dort singen mag, entwickelt sie ein Interesse für Jazz. Als sie nach der Schule nicht so richtig weiß, was sie machen soll, entscheidet sie sich erstmal für ein Jazz- und Pop Studium in Arnheim.

Aber zwischen Konkurrenzkampf und dem Knowledge alter weißer Männer ist wenig Platz für eigene Entfaltung oder das Suchen nach Antworten auf die Frage, wer man eigentlich ist und sein will. Emma Rose schmeißt das angefangene Studium und schreibt sich stattdessen für Kulturwissenschaften ein, die Musik möchte sie lieber für sich, zuhause im eigenen Tempo angehen. In den ersten Wochen des neuen Studiums geht sie mit ihrem Akustikcover des Money-Boy-Klassikers „Rummelplatz“ viral.

„Ich habe manchmal Phasen, in denen ich gerne Deutschrap höre, aber natürlich nerven mich regelmäßig diese ganzen misogynen Zeilen. 2019 habe ich bei einer Dragshow von Freund*innen das erste Mal auf der Ukulele ein selbstgeschriebenes Mashup aus Farid Bang Zeilen performt. Ich fand diesen Kontrast zwischen den Texten, mir und der Musik einfach ultra witzig und genauso witzig fand es dann schönerweise das Publikum. Money Boy hatte ich schon in der Vergangenheit gehört und verfolgt und dann spontan eines Tages entschlossen, dasselbe nochmal mit seinen Texten zu probieren. Ich hätte nicht gedacht das es derart viele Reaktionen nach sich zieht.“

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Über Martin

Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert.

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