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Kytes - Go Out | Was is hier eigentlich los

Kytes – Go Out

Kytes - Go Out | Musik | Was is hier eigentlich los?
© Marc Heinemann

Rauf aufs Fahrrad – Kaltgetränk beim nächsten Späti besorgt und ab in Richtung Stadtstrand – deine besten Freunde warten schon. Ab den ersten Sekunden ihres neuen Albums good luck tauchen die in die Großstadt ein und die verträumte Stimme von Sänger Michael Spieler lädt uns ein, mit auf diesen Kurztrip zu kommen.

Aufbruch heißt nicht immer Abschied und Freundschaft heißt nicht Stillstand. Echte Leichtigkeit entsteht in genau diesem Mix aus Freiheit und Vertrautheit. Daraus ziehen die vier Münchner von den ihren Feel-Good-Sound, den sie auf ihrem neuen Album good luck in die Playlists für den Frühsommer 2020 schießen.

Aus der Rolle der Indie-Pop-Hoffnung sind die eigentlich schon lange herausgewachsen. Mit mehr als 250 europaweiten Konzerten und Auftritten auf den großen Festivals haben sie sich ihre Sporen auf der Bühne schon längst verdient. Dazu kommen mehr als 20 Millionen Streams ihrer Songs und etliche Musik-Preise, wie der „New Music Award“. Und trotzdem laufen die Kytes für viele immer noch ein wenig unter dem Radar. Und das, obwohl die allermeisten höchstwahrscheinlich schon mindestens einmal einen ihrer Songs gehört haben, denn: Die Songs der Kytes werden in TV-Shows genauso gern gespielt, wie in der Werbung oder im Radio – und das aus dem einfachen Grund, dass sie mit ihrer Musik schlicht immer eine Gute-Laune-Leichtigkeit-Atmosphäre schaffen.

Für ihr zweites Studio-Album good luck haben sich die Kytes nun einmal mehr weiterentwickelt. Ihr Sound ist reifer geworden und sie kommen mit dieser Platte endgültig auf der großen Pop-Bühne an. Dazu haben sie die Tür zum Synthie-Sound der 80er ganz weit aufgestoßen und sich so ein neues Klang-Outfit besorgt – Original Vintage aus dem Laden um die Ecke quasi. Allerdings denken die vier Musiker gar nicht daran ihre Identität als Indie-Band aufzugeben. Das neue 80s-Sound-Element steht den Jungs zwar sehr gut – sie schaffen aber die Balance mit den Gitarrensounds, für die die Kytes schon immer standen.

Dafür ist die Band neue Wege gegangen, hat sich von Labels losgesagt, wesentlich mehr in Eigenregie produziert und veröffentlicht das Ergebnis nun im eigenen Label Frisbee Records. Herausgekommen ist eine mittreißende Mischung aus Indie-Rock, zu dem auf Sommer-Open-Airs getanzt wird, und aus Radio-Pop, der den Soundtrack für den nächsten Road-Trip zum Badesee liefert.

Genau diese Leichtigkeit, mit der die Kytes ihre Lieder füllen, spürt man schon ab den ersten Sekunden des neuen Albums good luck. Schon der erste Song Runaway ist eine absolute Indie-Pop-Hymne. Mit 80er Gitarren- und Synthie-Sounds unterlegt geht die Reise in das neue Kytes-Universum los und ruft uns zu: Es wartet noch viel mehr da draußen. Passend folgt Go Out, in dem Songwriter und Drummer Timothy Lush die Freundschaft zu seinen Jungs feiert: Einfach raus, an der altbekannten Tür klingeln und gemeinsam um die Häuser ziehen.

Obwohl die Kytes auf good luck mit Songs, wie Fast Life oder Take me home einmal mehr ordentlich Futter für die Party-Playlists liefern, zeigen sie auch eine andere Seite: Gerade die fließenden 80er Sounds bieten ihnen die Chance ihre Gedanken in Songs, wie Want you back, Alright oder Shot of Love auch mal im Synthie-Teppich treiben zu lassen. Am markantesten ist dies bei Emily: Kombiniert mit einer absoluten Ohrwurmmelodie klingt der Song nach dem tiefenentspannten Sommer-Blues, den weiße Sandstrände nach einigen Urlaubstagen so mit sich bringen. Und trotzdem: Das Grinsen und die positive Lebenseinstellung bekommt man aus Michael Spielers Stimme auch hier nicht heraus. Dadurch haben die Kytes einen reiferen Musik-Ansatz gefunden und ihren Feel-Good-Indie konsequent zu breitem Pop-Sound weiterentwickelt, der nun auf zwei Beinen fest im Leben steht.

Und dennoch gehört zum Leben eben auch, dass man es manchmal darauf ankommen lässt – eine Münze einwirft und auf sein Glück vertraut: Gut, wenn einen dann der Sound von good luck bei diesem Abenteuer begleitet und weiterträgt.

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Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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