Tennyson feat. Rae Morris - Slow Dance - Was is hier eigentlich los

Tennyson feat. Rae Morris – Slow Dance

Tennyson feat. Rae Morris - Slow Dance | Musik | Was is hier eigentlich los?

Grundsätzlich wird ein Engtanz ja meistens als intimer Akt gesehen, „Slow Dance“ ist hier aber noch in eine melancholische Linse gerahmt, da Rae Morris in ihren Gesang über Fehler und Differenzen klagt, die eine tief beschädigte Beziehung obendrein belasteten. Dieser langsame Tanz ist also ein vergeblicher Versuch, eine Liebe zu retten, die nicht mehr da ist.

„Viele der Sounds in Slow Dance sind wiederverwendete Samples einer Idee, die ich 2016 begonnen habe.“, sagt Luke über die Single. „Die Idee wurde nie fertiggestellt, weil die Projektdatei beschädigt wurde. Glücklicherweise konnte ich eine einzelne .mp3-Version wiederherstellen. Ich habe versucht, diese Idee des Datenverlusts auf den Rest der Produktion und Raes Gesangsbearbeitung zu übertragen. Das Intro von Slow Dance besteht aus vier sich wiederholenden Marimba-Noten und einer Orgel, die lange Bassnoten spielt. Die Idee stammt ursprünglich aus einem Traum, in dem ich an einem hohen Zaun in der Wüste entlanglief und die Musik in der Ferne hörte. Was ich hörte, war herzzerreißend schön… Es war mitten in der Nacht, als ich aufwachte und versuchte, die Musik nachzuspielen. Mein Versuch schien sofort vergeblich, denn die Erinnerung an den Klang war bereits verschwunden, und ich hatte nur eine Liste der einzelnen Klangelemente. Es ist also schwer zu sagen, wie viel ich einfangen konnte, aber schließlich konnte ich einen kleinen Teil des Traums in die Realität umsetzen.“

Zum Produktionsprozess fügt Rae Morris hinzu: Luke (Tennyson) hat sich Anfang des Jahres gemeldet. Ich habe mir seine Musik angehört und fand sie toll. Ich war zu der Zeit hochschwanger. Wir schickten uns Sachen hin und her, Luke hatte schon eine sehr klare Vorstellung davon, wie er den Track haben wollte, aber wir feilten noch weiter an Melodie und Text, und ich nahm die Vocals hier in unserem Studio in London auf und schickte sie dann nach Toronto.“.

In den zwölf Tracks des Albums verfeinert Luke den typischen Tennyson-Sound, indem er seine wogenden Beats in den Fokus rückt und seine ohnehin schon fesselnden Hooks noch eingängiger macht. Dies ist auch das erste Projekt, bei dem Luke fast jedem Song seine Stimme leiht, mit Ausnahme eben dieser Single. Dramatische Dynamik und emotionales Gewicht sind die treibenden Kräfte auf Rot, das vor allem Popmusik für Außenseiter ist.

Rot wurde in einer Zeit der Not geschrieben – nachdem ein plötzlicher Hörverlust durch Schimmelpilzbelastung aufgetreten war – und ist das musikalische Tagebuch eines verrückten Gehirns; der Soundtrack eines jungen Künstlers, der am Rande seiner eigenen Katastrophe steht. Um diesen Problemen zu entkommen, fand Luke Trost in dem, was er am besten kann. Er schrieb Songs auf seinem Computer, mehr um seine Hände zu beschäftigen, als um seinen Gedanken Ausdruck zu verleihen.

„Ich arbeitete an diesen winzig kleinen Lautsprechern und machte etwas, das ich für Müll hielt.“, erinnert er sich, aber als er in sein frisch renoviertes Zimmer zurückkehrte und sich die Musik wieder anhörte, brachten ihn die Melodien zum Weinen. „Es klang wie das, was ich durchgemacht habe.“, sagt er.

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Über Martin

Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert.

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