Line, sag mal was zu… Berlin

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Wie Martin schon zahlreiche Male hier erwähnt hat, sind wir gestern erst von unserem Städtetrip aus wiedergekommen. Eigentlich wollte ich dieses Jahr gern nach London, das war aber zu kurzfristig und dadurch vor allem zu teuer. Aber London steht dennoch auf meiner Lebens-To-Do-Liste, vielleicht schaffen wir es nächstes Jahr.

Nun aber zu Berlin. Am Donnerstag ging es morgens mit dem Auto los. Gebucht hatte ich ein B&B Hotel in der Potsdamer Straße, weil man von dort aus bequem zum Potsdamer Platz, Berliner Tor und Reichstag laufen konnte. Nach etwa vier Stunden Fahrt und einem nervigen Stau kamen wir heil in Berlin an. Das Hotel war alles in allem in Ordnung und wir hatten eh nicht vor, dort viel Zeit zu verbringen.

Nachmittags sind wir dann noch kurz ein bisschen einkaufen gewesen, damit wir etwas zu trinken und zu essen haben, wenn wir unterwegs waren. Danach haben wir bei Anton&Konsorten im Schloss-Straßen-Center Nudeln gegessen. Die Idee dieses Restaurants ist bekannt und dennoch gut: Man wählt zwischen verschiedenen hausgemachten Nudelsorten, sucht sich dann eine Soße aus und hat außerdem die Möglichkeit, aus ungefähr 10 unterschiedlichen Toppings auszuwählen. Geschmeckt hat es ganz gut, allerdings hatte ich als Topping Tomaten ausgesucht (60ct) und hab genau zwei kleine Cherrytomaten auf meinem Teller gehabt. Bei Martin war es ähnlich, er hatte drei Mozzarellabällchen. Nach dem Essen ging es dann noch zur East Side Gallery an die Spree. Dort hatten wir dann das Glück, einen wunderbaren Abendhimmel zu beobachten, bis wir wieder zurück ins Hotel fuhren.

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Am Freitag stand Shopping auf dem Programm, denn das kann man in Berlin besonders gut. Dort gibt es viele Modelabel, die es in und Umgebung leider noch nicht gibt. Also machten wir uns nach dem Frühstück auf in die Tauentzienstraße, denn dort findet man nicht nur das berühmte KaDeWe, sondern auch Uniqlo, Bershka, Forever21 und Pull&Bear. In der Nürnberger Straße, eine Seitenstraße der Tauentzienstraße, in der wir auch geparkt hatten, befindet sich zudem Brandy Melville. Zwischendurch waren wir bei Dunkin Donuts und haben uns mit Lemon Frosted Donuts und Karamel Eiskaffee gestärkt. Außerdem besuchte ich &otherstories, einen Ableger der H&M-Kette und relativ kostspielig, und Saturn sowie den AppleStore für Martin. So richtig viel gekauft haben wir allerdings nicht, einige Sachen haben wir dennoch mitgenommen.

Dann ging es erstmal für eine kurze Verschnaufpause ins Hotel bevor wir uns wieder auf den Weg machten und zum Alexanderplatz aufmachten, um die Urania-Weltzeituhr dort anzuschauen und danach zur Schützenstraße 2 fuhren, in der sich das Wohnwagen von Burger de Ville befand, von dessen Burgern und Pommes ich bislang nur Gutes gelesen hatte. Da Martin gerne mal Burger isst, dachte ich mir, dass wir diese Gelegenheit auf jeden Fall nutzen sollten. Und wir wurden nicht enttäuscht: Das waren die besten Burger und Pommes, die wir je gegessen hatten. Und das allerbeste an der Sache ist, dass es Burger de Ville nun auch seit Juni in Hamburg gibt, gleich bei uns um die Ecke. Denn die Kette gehört zu den 25hours Hotels und von denen haben wir in Hamburg Bahrenfeld auch eines. Wer die Möglichkeit hat, dort mal zu essen, sollte das auf jeden Fall tun. Große wihel-Empfehlung!

Am Samstag wollten wir dann noch ein bisschen was von Berlin sehen und da ich schon mehrmals dort war und dementsprechend schon einiges kannte, sollte zumindest eine Sache unbekannt für uns beide sein. Ich entschied mich nach einiger Recherche für die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, ein ehemaliges Stasi-Gefängnis. Wir machten dort eine Führung mit und hatten das Glück, dass uns ein ehemaliger Häftling durch das Gefängnis führte und jede Menge spannende Geschichten zu berichten wusste. Inhaftiert war er wegen eines Fluchtversuches, den er damals unternommen hatte. Heute ist das gesamte Gelände eine Gedenkstätte mit vielen Fotos, Berichten und einer Dauerausstellung. Es war sehr interessant und spannend und wer wie Martin nicht immer wieder nur über den zweiten Weltkrieg informiert werden will, ist dort auf jeden Fall richtig, denn es ist mal ein anderer sehr wichtiger Teil der Geschichte, über den man ebenfalls Bescheid wissen sollte.

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Danach ging es am frühen Nachmittag kurz ins Hotel zurück, wo wir nur das Auto abstellten und uns zu Fuß auf den Weg zum Brandenburger Tor machten. Auf dem Weg dorthin kommt man an dem Holocaust-Mahnmal, dem großen Stelenfeld vorbei. Beim Brandenburger Tor angekommen guckten wir uns noch den Reichstag an, für eine Führung hätte man sich anmelden müssen und da ich davon ausging, dass die Zeit nicht ausreichte, hatte ich dies nicht getan. War aber nicht schlimm, denn weil wir seit dem Frühstück nichts gegessen hatten, waren wir sehr hungrig und wollten lieber etwas essen gehen. Wir entschieden uns für das Maredo, ein Steakhaus, am Potsdamer Platz. Das Essen kam schnell, war lecker und wir zufrieden. Nach dem Essen wollten wir unbedingt noch den Boulevard der Stars ansehen, welcher sich direkt am Potsdamer Platz liegt. Dort haben deutsche Schauspieler, Regisseure, Sänger und andere Künstler auf einem roten Weg goldene Sterne bekommen. Es soll an den Walk of Fame in Los Angeles erinnern. Neben Christoph Waltz und Til Schweiger hat dort auch Hans Zimmer einen goldenen Stern, ein Komponist, der u.a. zum Beispiel die musikalische Untermalung vom ersten Teil Fluch der Karibik komponierte.

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Dann ging es für uns wieder zurück ins Hotel, wo wir nur noch packten und dann müde ins Bett fielen. Am Sonntagmorgen haben wir dann nur noch gefrühstückt und sind bei strömendem Regen die Heimfahrt angetreten. Insgesamt war es ein sehr schöner Städtetrip, auf dem wir eine Menge erlebt haben. Berlin an sich wäre zwar keine Stadt, in der wir leben wollen würden, aber spannend ist sie allemal. Am Besten gefallen hat es mir übrigens an der Spree. Hat mich ein bisschen an die Alster erinnert und am Wasser fühl ich mich einfach wohl. Berlin, es war schön in dir und es war sicher nicht das letzte mal, das wihel dich besucht hat.

Über Line

Sängerin, Gelegenheitsgenießerin, Fotografie-Liebhaberin, manchmal eine Herausforderung, literaturbegeistert, verrückt nach Sommer, Sonne, Strand und Meer, moralisch flexibel und gekommen, um zu bleiben. Alle Beiträge von Alina ansehen.

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