Pabst - Limbo No. 5
Dass wir am Ar**h sind, haben Pabst bereits mit ihrem letzten Album Crushed By The Weight Of The World 2022 schon festgestellt. Wer das damals™ noch nicht gecheckt hat, wird's inzwischen wohl auch langsam geblickt haben. Doch der miese Gesamtzustand von allem hat auch seine positiven Seiten.
Denn ist man erstmal gecrushed, lebt es sich recht ungeniert – und so heißt das neue Album des Berliner Trios passenderweise This is normal now. Auf ihrem vierten Studioalbum klingen Erik Heise, Tilman Kettner und Tore Knipping aber alles andere als resignierend. Denn rumgejammert wird nicht. Viel mehr ziehen die Drei eine elektrische Kraft aus der Scheiße, die dich runterziehen will.
Dazu erschien auch die finale Single Limbo No. 5: "Ladies and gentlemen, this is Limbo No. 5" ... Nein, hier spricht nicht der textunsichere Lou Bega – das ist der Opener von This is normal now.
Nahezu balladesk werden die Hörer*innen mit Limbo No. 5 in das vierte Studioalbum der drei Berliner eingeleitet. Doch Pabst wären nicht Pabst, wenn das nicht noch explodieren würde. Nach 37 Sekunden behutsamen Spannungsaufbau setzt der Hardcore-artige Drop mit erlösender Verzerrung und Synth-Geschrei ein. Das hittet emotional so hart, dass sich niemand mehr die Freudestränen im Moshpit verdrücken kann.
Der fünfte Limbus, der hier im Titel angedeutet wird, ist ein zwischenweltliches Wartezimmer von Dies- und Jenseits. Es beschreibt einen Nicht-Zustand, ein Übergangsstadium, in dem wir manchmal nicht mehr weiter wissen – gerade beim Älterwerden, Selbstreflektieren und dem Abfinden damit, dass der eigene Lebensentwurf voller schlechter Entscheidungen war, was aber auch ok ist: "I never thought we'd make it that far".
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