Von London Lernen: Die andere Seite von Olympia

Von London Lernen: Die andere Seite von Olympia

Es ist schon fast interessant zu sehen, wie mir ein Thema, mit dem ich mich nun nicht wirklich intensiv beschäftigt habe, in kürzester Zeit auf den Sack gehen kann. Die Rede ist von der Olympia-Bewerbung Hamburgs bzw. dem Willen zur Bewerbung – schließlich war da ja noch ein Referendum, dass vorher abgehalten wurde. Den Ausgang kennen wir alle, das war ein gehöriger Schuss in den Ofen. Den euphorisierten Ja-Sagern, die viel mit Emotionen spielten, standen dann doch mehr Nein-Sager gegenüber als geplant.

Mittlerweile ist davon die Rede, dass der Schock erstmal überwunden werden muss, alle total enttäuscht sind und nicht wenige tragen bereits sämtlichen Sport in Deutschland zu Grabe. Ein bisschen Besonnenheit hätte hier nicht nur im Vorfeld sondern auch genau jetzt nicht schaden können – aber Jammern auf hohem Niveau macht eben noch am meisten Spaß, als sich mit den Gründen für das Ergebnis auseinander zu setzen, damit es beim nächsten mal besser wird. Schließlich liegt die Münchner Bewerbung noch nicht in all zu ferner Vergangenheit.

Ich hab heute morgen noch gelesen, dass Olaf Scholz kurz vor der Präsentation des Finanzierungskonzeptes gesagt hätte, es sei das „beste Finanzierungskonzept ever“. Nun ja, die Lücke von mehr als 6 Mrd. Euro würde ich jetzt nicht als das „beste ever“ – aber vielleicht wirft das auch mal ein spannendes Licht auf Großkonzepte unserer hiesigen Regierungen. (Ich hab übrigens auch gelesen, dass man die bereits ausgearbeiteten Konzepte jetzt wegwerfen will. Echt jetzt? Warum nicht aufheben für alternative Finanzierungsquellen? Den neuen Umständen einfach anpassen?)

Wie dem auch sei – ob das nun alles gut oder schlecht ist, kann sicherlich heiß und in jede Richtung diskutiert werden. Aber es kann auch nicht schaden, einfach mal Leute zu fragen, die die Olympischen Spiele erst vor kurzem ausgetragen haben und was deren Erfahrungen sind:

Von London Lernen: Die andere Seite von Olympia from Marlene Wynants.

Ich glaube, es ist nicht die schlechteste Idee, das Thema zumindest auf der emotionalen Ebene endlich zu beenden. Denn sind wir ehrlich: aktuell haben wir deutlich größere Probleme, bei denen es unter anderem um Menschenleben geht. Das dürfte sogar mancher Sportler verstehen und sein Geschrei noch mal überdenken.

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Über Martin

Martin
Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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