Berlin zwischen 1930 bis 1936
Letzte Woche haben wir endlich mal die „neue“ (und letzte) Staffel von Babylon Berlin angefangen, aber ich sag mal so: ich glaube, wir müssen noch mal anfangen, weil wir bei den ersten Folgen nur bedingt aufgepasst haben. Liegt vor allem daran, dass hier ein Kindergeburtstag anstand und wenn man gleichzeitig mit einer Frau verheiratet ist, die auch gern Kleinkram selber bastelt zu solchen Anlässen, dann sitzt du zwar vorm Fernseher, bist aber eher mit Schneiden und Kleben beschäftigt, als dich auf die Handlung zu verlassen.
Gleichzeitig schwingt da auch immer noch mit, dass mindestens Volker Bruch ja durchaus eine schwierige Corona-Vergangenheit hat, wir uns gleichzeitig aber damit schwertun, Künstler und Kunst zu trennen. Wo zieht man da die Linie? Was ist okay und wo darf man nicht mehr einfach wegschauen? Schwieriges Thema, aber auch generell, schließlich war die Zeit für uns alle auf unterschiedlichen Ebenen belastend.
Und irgendwie hab ich auch das Gefühl, dass die Serie ein bisschen nachgelassen hat. Das ist nicht zwingend überraschend, weil sie sich das Schicksal mit vielen Serien teilt und war da nicht eigentlich auch schon vorher ein Ende angedacht und wurde dann verlängert? Gerade das sind ja immer Anzeichen dafür, dass es qualitativ nach unten geht. Dabei wäre genug Potenzial da, denn zeitlich sind wir mitten in den Anfängen der NS-Zeit angekommen.
Was mich dann auch zum nachfolgenden Video bringt, denn auch hier bewegen wir uns in ähnlichen Jahren und das auch in Berlin, genauer gesagt zwischen den Jahren 1930 bis 1936. Das Video stammt dabei aus dem Nachlass des Amateurfilmers Kuttruff und wurde jetzt erstmalig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht:
Diese außergewöhnlichen historischen Filmaufnahmen zeigen Berlin zwischen 1930 und 1936 – eine weitgehend unzerstörte Metropole, die zu den modernsten Großstädten Europas gehörte. Das bislang in dieser Form unveröffentlichte Filmmaterial stammt aus dem Nachlass des Amateurfilmers Kuttruff und wird hier erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
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Quasi Berlins letzte Jahre, bevor es erstmal rapide bergab ging.
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