Martin
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Bücher macht man nicht kapott!

Finde zumindest ich. Hatte ja irgendwann schon mal gesagt, dass ich vermutlich einer der letzten tollen Menschen bin, der nach wie vor ganz altmodisch zum gebundenen Papier greift und ohne Elektronik liest. Aktuell steck ich bei Simon Beckets „Kalte Asche“ fest. Wirkt allerdings nicht ganz so, da im Buch ständig Regen und Sturm ist und hier stolze 20 Grad hersch(t)en. Naja, man kann nicht alles haben.

Was mir in meiner mittlerweile nun fast vierteljahrhundertjährigen Lebensphase bewusst geworden ist: ich leihe ungern Bücher aus. Fragt mich nicht warum, aber wenn ich was lesen will, dann will ich das auch besitzen. Gut möglich, dass ich dann ein Buch nur ein Mal lese, als Anlagevermögen muss es dennoch in der persönlichen Bilanz verbucht sein. Ist vielleicht aber auch nur der verzweifelte Drang irgendwann mal mit einer kompletten Wand voller Bücher als intellektuell durchgehen zu wollen – muss ja keiner wissen, dass das alles nur die Taschenbücher aus Entenhausen sind.

Und was mir demzufolge auch wichtig ist: die Bücher müssen gepflegt sein. Kein Knick, kein Dreck, gar nix. Klappt nicht immer, aber in 93% der Fälle zu 100%. Umso schmerzhafter müsste mir da eigentlich Jonathan Safran Foer aufstoßen.

Denn der Typ hat das Buch „The Streets of Crocodiles“ komplett zerstört. Stößt mir aber dennoch nicht auf, denn er hat es auf eine extrem coole Weise gemacht: verrückt wie er nun mal ist, hat er via Stanzerei (oder so) aus dem Schinken eine völlig neue Geschichte gestanzt. Auf bekloppte Ideen kommen manche – da fragste dich echt ..

Mittlerweile hat sich nun auch eine Druckerei gefunden, die quasi die Sisyphusarbeit der Herstellung übernimmt. Und wie das aussieht guckt ihr euch am besten mal selbst an, ich sabbel schon wieder zu viel:

Sachen gibts, da hätteste selbst drauf kommen können.

[via]

Kürzlich

Sag was dazu!

  1. Ich leihe Bücher auch nicht aus. Bin auch eine von denen, die Bücher besitzen wollen, deswegen hab ich auch schon die ganze Wand voller Bücher und noch eine halbe Wand dazu. Die Lustigen Taschenbücher stehen extra :)

  2. Also das erste, was ich bei einem (Taschen)Buch mache, ist, es einmal richtig durchzuknautschen, damit der Buchrücken schön flexibel wird und die Seiten nicht von selbst umblättern, wenn man es offen auf dem Tisch liegen hat.
    Und ich finde, gelesene Bücher sollen auch so aussehen und ein bisschen stolz darauf sein dürfen, dass sie (hoffentlich enthusiastisch) durchgelesen wurden.
    Deshalb hab‘ ich auch kein Problem mit dem Verleihen von Büchern.
    Hauptsache, sie kommen irgendwann wieder zu mir zurück :)

  3. Mr. Moody

    @NupharLutea: moah nice – so klappt das mit der illusion
    @seitvertreib: genau das is das problem: das mit dem zurück kommen hat bei mir schon mehrfach nicht geklappt – ärgert mich immer, wenn ’n buch fehlt. das mit dem buchrücken kenn ich auch, find ich mehr als legitim.

    witzigerweise gibt es auch ein buch, das man fertig machen soll, also wirklich zerstören soll: http://www.amazon.de/Mach-dieses-Buch-fertig-Smith/dp/3888976413/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1304680988&sr=8-1

  4. Das Fertigmachbuch hatte ich sogar schon in der Hand, war mir aber dann doch zu teuer ;-)

  5. Mr. Moody

    @seitvertreib: stimmt, bisschen happig issas. Hatte mal kurz drüber nachgedacht, aber eigentlich kann man sich das nur schenken lassen

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