Der Prenzlauer Berg 1991
Eigentlich hatte ich auch hier vor, auf den richtigen Zeitpunkt zu warten, bis ein passendes Thema im Alltag Einzug hält – oder das einfach für einen der kommenden Urlaube aufzusparen, wenn es ohnehin dünn an Themen ist.
Mit den letzten Wahlen auf Bundeslandebene dachte ich auch, dass sich doch da irgendwie Parallelen finden werden – ist ja schließlich nicht so, dass die Leute nicht auch heute noch ausreichend Angst hätten, wie sie über die Runden kommen, die gesellschaftliche Spaltung sowohl politisch als auch wirtschaftlich sich enorm verbessert hätte oder sich insgesamt alles ein bisschen zum Besseren gewendet hätte. Ein Schelm, wer denkt, dass einfach „mehr von dem machen, was nicht funktioniert“ trotzdem noch irgendwie zu einer Lösung führt. Bin ehrlich: es kotzt mich nicht mal mehr an, es nervt einfach nur noch – wie man so blind, verblendet und verbohrt sein kann, es ist ein Wahnsinn.
Insofern machen wir hier einfach einen harten Stopp, reihen uns aber in die Attitüde der CxU ein und richten den Blick einfach in die Vergangenheit. Nicht in stiller Hoffnung, dass die Zeit zurückkommt, sondern um zu schauen, wie das 1991 im Prenzlauer Berg war – haben ja dann doch nicht mehr so viele von uns mitbekommen:
Wie sah der Prenzlauer Berg unmittelbar nach der deutschen Wiedervereinigung aus? Diese Ausschnitte aus einer Reportage von 1991 zeigen einen Stadtteil im Umbruch: verfallene Altbauten, marode Hinterhöfe, leerstehende Wohnungen und eine Bevölkerung zwischen Hoffnung und Sorge.
Über 145.000 Menschen leben damals im dicht besiedelten Bezirk Prenzlauer Berg. Tausende Wohnungen gelten als dringend sanierungsbedürftig. Während Politik und Wirtschaft über die Zukunft des Viertels diskutieren, fürchten viele Bewohner*innen steigende Mieten und die Verdrängung aus ihrem Kiez.
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An der Stelle darf dann jeder selbst überlegen, was seitdem alles besser geworden ist. Und wo die Reise noch hingeht (freue mich schon jetzt auf die vollverblödeten AfD-Anhänger-Kommentare bei Facebook.)
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