Die Nintendo Power Line – Spielehilfe in den 90ern
Als wir über Silvester in Dänemark waren, hab ich auch mal wieder meinen Anbernic RG35XX eingepackt. Wer es nicht kennt: Ein kleines Handheld, auf dem man diverse Nostalgie-Spiele zocken kann, angefangen von wirklich unbekannten Konsolen über diverse Gameboy-Varianten bis hin zu Nintendo oder auch der Playstation 1. Wenn man irgendwo an Spiele (oder besser gesagt ROMs) kommt, steht dem eigentlich nichts im Weg. Entsprechend kann man sich dann auch die Speicherkarte mit tausenden von Spielen vollpacken und ich sag mal so, die meiste Zeit war ich eher damit beschäftigt, Dinge anzutesten, um herauszufinden, ob es sich lohnt, dass weiter zu behalten oder doch wieder zu löschen. Es gibt da wirklich unfassbar viele Spiele ...
Und was es dann mitunter auch gibt: Cheats. Halt kleine Befehle, die das Spielgeschehen vereinfachen – oder einfach ganz verderben, weil jegliche Herausforderung flöten geht. Mit den heutigen technischen Möglichkeiten alles kein Hexenwerk mehr, aber in den 90ern sah das noch anders aus. Da haben noch echte Fähigkeiten etwas gezählt, die aber natürlich nicht jeder hatte.
Genau hier kam die Nintendo Gaming Power Line ins Spiel, sofern man denn zumindest bei Nintendospielen nicht weitergekommen ist. In kurz: Man ruft da an, wird an jemanden durchgestellt und der gibt einem dann Hinweise und entscheidende Tipps, wie man im Spiel weiterkommt.
Stelle ich mir zumindest anfänglich als sehr genialen Arbeitsplatz vor, weil du einfach fürs Zocken und „Wissen“ bezahlt wird, gleichzeitig kannst du anderen Menschen helfen. Also wenn man sich das schönreden will. Und wenn du dann noch so ein geiler Typ bist, wie der aus dem Artikelbild und einfach währenddessen was anderes spielst – sprich: deine Arbeitsleistung einfach so aus dem Ärmel schüttelst – kommt das schon sehr nah an „Hobby zum Beruf machen“ heran (Video startet erst so richtig ab Sekunde 16).
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Zeitweise waren da bis zu 50 Angestellte für die Spieler parat, wovon 15 ausschließlich für Briefe zuständig waren. In Zeiten des Internets tatsächlich unvorstellbar.
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