Ein Blick in Londons farbenfrohesten Laden
Es gibt nicht viel, was ich im Leben bereue, aber dass ich Line quasi erlaubt habt, den Flur in einer anderen Farbe als weiß zu streichen, gehört definitiv dazu. Zugegeben, es sieht schon schön aus, wenn man nicht den klassisch weißen Flur als erstes sieht, wenn man das Haus betritt, aber es ist auch nicht so, als hätten wir den nicht schon mal nahezu komplett streichen müssen, weil der Treppenbauer da diverse Stellen versaut hat – und man natürlich diesen einen exakten Farbton nicht easy reproduzieren kann, um nur ein paar Stellen auszubessern. Also wenn man Farbe vom Profi anmischen lässt, aber so gar keine Info hat, wie die Rezeptur dafür und die Farbe so auch nicht einfach zu kaufen ist.
Jedenfalls haben wir wieder zahlreiche Macken in der Wand, aber auch so gar keine Motivation, den ganzen Aufwand noch mal zu betreiben, gerade weils eben nicht nur der Flur im Erdgeschoss ist, sondern dann auch teilweise in den ersten Stock geht, damit das auch vernünftig aussieht. Nervt dennoch, wenn man die Stellen immer wieder sieht ...
Was uns zu L Cornelissen & Son in London bringt. Das ist ein Laden, in dem man problemlos Farbe kaufen kann, aber auch wieder ein bisschen anders als man eigentlich glaubt. Denn statt Tuben und Eimer findet man dort vor allem Pigmente.
Die haben nämlich laut Inhaber Nicholas Walt den Vorteil, dass man damit selbst Farben mischen kann und die dabei wesentlich ergiebiger sind als fertig gemischter Kram. Und angeblich macht das Mischen auch selbst deutlich mehr Spaß, als einfach nur Tube auf und Farbe raus anzuwenden.
The Observer hat den Laden inklusive Inhaber besucht und ihn ein bisschen zu Wort kommen lassen:
L Cornelissen & Son has supplied raw pigments to artists and artisans for almost 170 years “What makes using raw pigments magical are two things,” says the shop's owner of 50 years, Nicholas Walt, a genial, softly spoken man now 83. “You can make your own colours at considerably less cost than buying tubes. And then there's the sheer pleasure of making colour.”
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Und ja, es gibt noch ein paar Menge Dinge, die ich vermutlich bereue, aber das mit dem Flur ist schon sehr weit vorn dabei. Was vermutlich gut ist, könnte auch schlimmer sein.
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