Einer, der einfach in den Wald zog
Das Ding hab ich hier schon ein bisschen länger liegen, weil es mich tatsächlich ein bisschen nervt, obwohl es extrem bewundernswert ist. Die Story ist dabei nicht neu, wir haben vermutlich alle schon mal die Situation gehabt, in der wir einfach gesagt haben „leckt mich am Arsch, macht euern Scheiß allein, ich zieh in den Wald und werd glücklich“. Quasi die Erwachsene Form davon, dass man sich einfach einen Silberblick kloppen lässt und nur noch von 9 to 5 bei Rewe an der Kasse sitzt und Bananen über den Scanner zieht (was den Beruf nicht nieder machen soll, in Wahrheit ist das vermutlich auch ein Knochenjob – ich hab keine Ahnung).
Jedenfalls hat Goro Obata genau das gemacht und sich von vielen materiellen Dingen losgesagt, seine Sachen gepackt und ist in die Berge von Hokkaido gezogen. Statt den ganzen Tag im Büro zu hängen, sich den Buckel krumm zu arbeiten, damit andere ein schönes Leben haben, während der eigene Verdienst gerade für die üblichen Rechnungen und ein paar Statussymbole reicht, verbringt er den Tag mit Fliegenfischen, Wandern, und dem Genießen der Natur. Eben das, nach dem wir alle streben, wenn wir mal raus aus dem alltäglichen Trubel wollen, aber dann doch nicht den Mut haben, das in Gänze genau so durchzuziehen wie er.
Auf der anderen Seite ist das aber auch leichter gesagt als getan, besonders wenn man eben nicht mehr alleinstehend ist und nicht nur Verantwortung für sich selbst hat.
Ihr merkt, es fällt mir schwer, das so toll zu finden, wie es eigentlich ist – aber ich geb mir dennoch Mühe und ganz bestimmt ist das einfach nur der Neid und dieses typische „da drüben ist das Gras ein bisschen grüner als hier“:
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Ist die Frage, wie lange er das durchziehen kann – aber ich wünsch ihm, dass das wirklich lange möglich ist.




