Freckle – Ein Kindersmartphone
Ihr habt es mitbekommen: die mittlerweile gar nicht mehr so neue Sau, die durchs Dorf getrieben wird, ist das Verbot von Social Media bis zu einer bestimmten Altersgrenze. Schließlich haben erste Versuche in Australien gezeigt, dass das außerordentlich erfolgreich ist – außer man weiß, wie man seinen DNS-Server ändert. Aber gut, hat ja bisher auch keiner behauptet, dass die breite politische Meinung wirklich daran interessiert wäre, das Leben seiner meisten Wähler tatsächlich zu verbessern, dafür zahlen dann die Lobbyisten einfach zu gut und sowieso muss es doch auch einfachere Lösung für all unsere Probleme geben – Verbote sind da gern das bewährte Mittel. Schließlich erreicht man nur dadurch eine Stärkung der Medienkompetenz und geht so die eigentliche Wurzel allen Übels an. Oder hat schon mal jemand bewiesen, dass es besser ist, sich mit einem Thema inhaltlich auseinanderzusetzen und es zu verstehen, um damit umgehen zu können? Nee, oder? Wegschauen hat doch früher auch immer geklappt!
Dabei wollte ich eigentlich gar nicht ranten, denn auch hier sucht sich die Natur einfach ihren Weg. Seh ich ja schon allein daran, wie meine 3-Jährige Tochter mit unseren Smartphones umgeht, wenn sie darauf mal Fotos anschauen darf. Das ist ehrlich gesagt einfach nur krass und ein faszinierender Beleg, wie gut Apple und Co. eigentlich in Sachen UX arbeiten. Ehrlicherweise haben wir uns aber noch gar keine Gedanken über die wirklich wichtigen Themen in dem Bereich gemacht: Wann soll sie das erste Smartphone haben? Wie viel Screentime ist eigentlich okay? Und wie sieht das in ein paar Jahren aus?
Dafür werden hier dann doch noch zu viele Bücher gelesen und so lange das Bauchgefühl bei uns als Eltern stimmt, möchte ich mich auch gar nicht weiter damit auseinandersetzen. Wenn es dann aber so weit ist, scheint Freckle eine ganz gute Lösung zu sein.
Dabei handelt es sich mehr oder weniger um ein Smartphone, aber eben kindergerecht. Sieht man schon am Formfaktor und an dem Fehlen der üblichen Apps, die sonst auf den hiesigen Smartphones landen. Stattdessen gibt es Animation und Motivation zum Rausgehen und Entdecken der eigenen Welt, Orientierungshilfe in Form einer Kartenfunktion und natürlich die eine oder andere Kommunikationsmöglichkeit zwischen Freunden und Eltern.
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Ein paar Jahre haben wir dafür aber noch Zeit, die Kernzielgruppe startet erst bei 7 Jahren. Mit um die 199 Dollar plus was man sonst noch so zahlen muss, bis das Ding mal vor der eigenen Haustür liegt, sind da aber auch alles andere als ein Schnapper. Dennoch aus meiner Sicht schon jetzt der bessere Weg als die nächsten Verbote, die kinderleicht umgangen werden können.
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