Gedanken-Tüdelüt (19): Die Sache mit dem Urlaub – Recap

Gedanken-Tüdelüt (19): Die Sache mit dem Urlaub - Recap

Bereits vor unserem Urlaub hab ich mich ein klein wenig darüber ausgelassen, dass ich schlichtweg nicht der Urlaubstyp bin. Allein die Vorbereitung stresst fast mehr, als die ganze Zeit zwischen dem letzten und dem bevorstehenden Urlaub zusammen, gerade wenn man die eine oder andere Leidenschaft pflegt, die nicht einfach den ganzen Zeitraum über ruhen soll.

Fairerweise will ich aber nicht nur im Vorfeld motzen, sondern auch im Nachhinein – schließlich kann jeder Stammtischdepp auf den Tisch hauen, aber rückblickend ein Fazit abgeben und vielleicht sogar zugeben, dass man sich geirrt haben könnte, das unterscheidet den Profi vom Amateur.

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Natürlich kam auch dieser Urlaub – genau wie Weihnachten, Ostern, das Wochenende, die EM oder die Steuererklärung – wieder völlig überraschend. Ihr kennt das, natürlich weiß man, wann was statt findet, aber der kleine Mann im Kopf schafft es jedes Mal sehr überzeugend, einem weiß zu machen, dass es ja noch gaaaaaanz viele Tage bis dahin sind. So lange, bis man feststellen muss: morgen gehts ja los.

So ähnlich war es auch bei uns, nur dass eine Woche (zum Glück) noch vor uns lag – gerade genug Zeit, hier beitragstechnisch vorzuarbeiten. Gerade dieses Vorarbeiten erweist sich immer als äußerst schwierig, schließlich fällt der Punkt „Aktualität“ komplett unter den Tisch. Pech, wer sich da nicht ein paar Sachen in den Feedreader gelegt hat, um nach Möglichkeit zeitlos drauf zugreifen zu können.

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Schlimmer war nur noch das Packen, denn das hab ich wirklich auf die letzten Stunden geschoben. Line war bei irgendeiner Feier, sodass ich zumindest in Sachen Platz und Rümpelei mich austoben konnte. Liste gemacht, alles rausgesucht, zusammengestopft und bereit gestellt – nicht ohne irgendwas wichtiges zu vergessen, nämlich die Kamera. Samt Equipment. Und dem eigens neu gekauften Objektiv. Auch hier unterscheidet sich der Profi vom Amateur eindeutig.

Die Fahrt selbst war dann sehr angenehm, da wir nur eine recht frühe Fähre bekommen haben. Heißt: 5:30 Uhr Abfahrt, noch fix Tanken und dann ab dafür. Mit Schulz & Böhmermann auf der Fahrt ging das aber recht zügig, könnte allerdings auch daran gelegen haben, dass wir die Autobahn für uns alleine hatten. Auf jeden Fall sind wir so gut durchgekommen, dass wir sogar noch eine Fähre früher erwischt haben. In Sachen Pokemon fangen natürlich alles andere als gut, aber irgendwas ist ja immer.

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Auf der Insel angekommen, hieß es dann Zeit totschlagen. Gar nicht so einfach, wenn sämtliche Geschäfte noch zu haben – immerhin der Bäcker hatte offen, sodass zumindest Frühstück gesichert war. Nach endlosem Laufen und dem üblichen „abchecken, was sich alles verändert hat“ endete dieses Zeittotschlagen dann doch wieder im Auto, unter einem schattigen Plätzchen, mit einem kleinen Nickerchen und Leserei.

Auch die nächsten Tage gab es alles andere als Action – Strand, Comics, der eine oder andere Hofladen, hier und da ein Eis und natürlich jede Menge Essen. Was sich dieses Jahr von den vorhergehenden allerdings unterschied, waren zwei Sachen, eine sogar recht besonders:

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1. wir hatten eine eigene Ferienbutze, was zwar kostet, aber diesen Aspekt der Unabhägigkeit mochte ich dann doch sehr. Viel mehr als dort zu Schlafen haben wir zwar nicht gemacht, aber es fühlte sich dennoch gut an. Wie so Erwachsene, die richtigen Urlaub machen – verrückt.

2. ohne zu Murren habe ich mir dann doch mal einen Nachmittag genommen und ins Macbook gesteckt. Denn natürlich kommen auch im Urlaub einen Haufen Mails rein, das eine oder andere Tool will getestet werden und so ein bisschen Blogpflege muss ja trotzdem sein. Bemerkenswert war hier, wie unkompliziert Line darauf reagiert hat. Wo es früher noch Ärger gab, wenn ich noch 1-2 Stunden in den Feedreader kriechen musste, konnte ich jetzt sogar einen Nachmittag sowas wie „arbeiten“ – doppelt-verrückt.

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War der Urlaub also nun so schlimm wie gedacht?

Ehrlicherweise nein. Ich mag es natürlich mehr, wenn ich den ganzen Tag irgendwelche Sachen erledigen kann oder einfach meine Zeit mit technischen Problemchen verschwenden kann. Aber ich muss auch zugeben: am Strand würde das gleich vierfach Spaß machen. Und ehrlicherweise möchte ich die Stunden auch nicht vermissen, in denen ich mich einfach mal in meine Comics stürzen kann, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Was eher ein Zwang ist (wer schleppt schon sein Macbook mit zum Strand?), erwies sich dann doch als willkommene Entschleunigung.

Ich geh sogar soweit und sage, dass dieses Jahr sogar ein wenig zu kurz war. Gemessen an der Lesebewältigung hab ich nämlich nur einen Bruchteil geschafft von dem, was ich mit hatte – kann natürlich auch daran liegen, dass ich mich überperfekt eingedeckt hatte. Langeweile kam auf jeden Fall nicht auf und wie das mit der Zeit mittlerweile ist: die verging natürlich wie im Flug.

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So gesehen hat sich an meinem Gemotze, gerade in Sachen Vorbereitung, nichts geändert – der Urlaub an sich war aber tatsächlich sehr schön, wenn nicht sogar einen Ticken zu kurz. Kann man so aber definitiv wieder machen.

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Über Martin

Martin
Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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