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Gedankentüdelüt (68): Aus meinem Bloggeralltag | Was is hier eigentlich los?
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Gedankentüdelüt (68): Aus meinem Bloggeralltag

Gedankentüdelüt (68): Aus meinem Bloggeralltag | Kolumne | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Wenn einem für die Kolumne so gar kein Thema einfällt, warum dann nicht einfach mal erzählen, wie man das hier alles so bewerkstelligt? Genau so dachte ich und genau das ist auch die Situation – es ist aber auch verdammt schwer, jede Woche ein Thema zu finden, dass einigermaßen interessant ist, wenn der Alltag im Moment nur aus Arbeit besteht. Klar, man könnte ein bisschen über die Arbeit ablästern, aber a) liest dann hier vielleicht doch der eine oder andere Kollege respektive Chef mit, b) handelt es sich um Interna, bei der mein Arbeitsvertrag was dagegen hat, es öffentlich breitzulatschen und c) nervt es mich ja selbst, dass ich gerade in letzter Zeit so furchtbar über Mitmenschen herziehen musste. Aber was willste machen, wenn 98% der Menschen eher dumm sind?

Mein Tag unter der Woche beginnt eigentlich regelmäßig um 5 Uhr, wenn der liebevolle Wecker-Klingelton mich aus der unproduktiven Schlafphase reißt. Eine halbe Stunde im Bad mit Klositzungs-E-Mail-Feed-Instagram-Checkung zieht anschließend ins Land und die Kaffeemaschine wird geweckt – wenn ich schon nicht schlafen kann, warum sollte sie das tun?

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Anschließend geht es direkt an den Rechner, die letzten Beiträge für den aktuellen Tag wollen geschrieben werden – außerdem sind ja doch wieder ein paar Feeds aufgelaufen, die abgearbeitet werden müssen. Damit bin ich in etwa bis kurz vor 7 beschäftigt, bis es erneut ins Bad geht – der Kaffee will wieder raus, außerdem muss ich das „Draußen“-Gesicht aufsetzen, sodass auch Kontaktlinsen, Rasierer und die eine oder andere Creme bzw. Rasierwasser durch die Luft fliegen. Mit etwas Glück landen die auch in meinem Gesicht, aber sicher kann man sich da nie sein.

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Dann heißt es: ab ins Büro. Der tägliche Wahnsinn wartet und kann nur gestemmt werden, indem man sein Gehirn direkt am Eingang abgibt. Dort wird es mit ein bisschen Knabberzeug und Wasser betreut, bis es gegen Feierabend wieder abgeholt werden kann. Zwischen den zahlreichen unnötigen Meetings, diverser DDoS-E-Mail-Attacken der Kollegen und super wichtigen Calls werf ich immer mal wieder einen Blick in den Feedreader und speicher mir weg, was ich später noch mal genauer ansehen will. Manche Posts kann ich direkt zum Bloggen wegspeichern, manche müssen noch mal genauer begutachtet werden, andere fliegen direkt ins Datennirvana. Selektion ist hier das Stichwort und Darwin wäre da ein großer Fan von mir, denn nur der Stärkste (=Interessanteste) kann gewinnen.

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Mit etwas Glück komm ich gegen 17 Uhr wieder aus dem Bürodschungel heraus, kämpfe mich wie Indiana Jones zu seinen besten Zeiten durch den Berufsverkehr und sitze dann eigentlich genau wieder da, wo ich morgens aufgehört hab: vor dem Rechner.

Neue Feeds warten bereits zähnefletschend, außerdem sind da ja noch die Dinger, die ich mir für später gespeichert hab. Außerdem wollen die ersten Postings vorbereitet und E-Mails beantwortet werden, vielleicht bleibt auch etwas Zeit für ein bisschen Programmiererei und wenn der Tag gut lief, mach ich gegen 20 Uhr Feierabend. Außer wenn die Kolumne ansteht, die immer ein wenig mehr Zeit braucht.

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So nüchtern runtergeschrieben klingt das sowohl nach Viel als auch nach einem entspannten Arbeiten – aber es sind eben auch 15 Stunden Arbeit an 5 Tagen die Woche, was schon ein bisschen Wahnsinn ist. Aber wie das so mit Hobbies ist – da opfert man gern auch mal sein Erstgeborenes.

Tools, die ich nutze

Inoreader

Ohne Feedreader gehts einfach nicht.

Evernote

Hauptsächlich hab ich hier eine Notiz mit unterschiedlichen Zeitslots für unterschiedliche Tage, an denen ich die URLs zu den verbloggenden Beiträgen kopiere. Gleichzeitig wird dann doch mal die eine oder andere Idee dort festgehalten.

Photoshop

Amateurhafte Bildbearbeitung gibt es auch bei mir, außerdem ist das Skalieren und optimierte Speichern ein Träumchen. Wenn es mal ein bisschen mehr sein soll, kommt Lightroom aus der Ecke gekrochen.

XnConvert

Doppelte Komprimierung von Bildern fetzt – hier zum Glück einigermaßen verlustfrei und für mich alten Speicher-Nazi unabdingbar. Das coole ist: packe ich Bilder in einen bestimmten Ordner, werden sie automatisch optimiert.

Viel mehr ist es eigentlich nicht, wobei natürlich immer Optimierungsbedarf besteht. Vielleicht ist aber genau dieser Post Stein des Anstoßes, dass auch mal ein paar andere Kollegen aus dem Nähkästchen plaudern. Haben wir am Ende des Tages ja alle was von.

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Über Martin

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Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert.
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  1. Inoreader ja?!
    Nichts was selbst gehostet auf eigenem Server liegt.
    Mein normaler Tag sieht nicht anders aus nur ohne Kaffee.

    • Martin

      Ohne Kaffee? Spinnst du? ;)
      Ich hatte mal TinyRSS ausprobiert, aber Inoreader bietet mir ein paar Features, die ich bei selbstgehosteten Geschichten nicht hab. Hatte mich damit nach dem Google Reader aus intensiver mit beschäftigt und irgendwann musste die Entscheidung her: Feedly oder Inoreader. Feedly hatte damals immer wieder ein paar Aussetzer, sodass die Entscheidung leicht fiel. Und wenn ich mir das Preismodell anschau, war das nicht die schlechteste Idee

      • Jap ohne Kaffee, schmeckte mir noch nie.
        Schön wie alle nach dem Google Reader etwas suchten, ich wette da kommt bald wieder was von Google.
        Ich bin erstmal bei Fever gelandet. Der ist jetzt auch nicht mehr und nun bei TinyRSS mit der FeverAPI um die Reeder iOS App weiter zu nutzten. Und TRSS geht auch in nicht hässlich, im Forum sind schöne Designs.

        • Martin

          Och hässlich ist noch nicht mal das große Ding. Aber ich kann bei Inoreader zum Beispiel bei Beiträgen, die ich für die Win-Compilation nutzen will, einfach ein Schlagwort vergeben und dann fliegt das dank IFTTT direkt in eine Google-Tabelle. Nur eines von mehreren Produktivitäsfeatures in meinem Alltag – kann man sicherlich auch selbstgehostet hinbasteln, aber warum das Rad neu erfinden, wenn es andere schon getan haben? :)

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