Nur ein Küchengarten wie früher™
Ich erinner mich noch, dass meine Großeltern früher einen fantastischen Garten hatten. Also aus heutiger Sicht, als ich Kind war, war der eher so semi-unterhaltsam, denn Grasflächen gab es dort tatsächlich so gar nicht. Stattdessen eine recht geräumige Laube, Hasenstall, ein Klo voller Spinnen und jede Menge Anbaufläche. Logisch ist dann auch, dass natürlich der Himbeerstrauch eines der begehrteren Ziele war. Damit ist auch klar, dass das mehr Nutzgarten als alles andere war, wobei ich mich auch an Rommé-Runden erinnern kann, die zumindest die Erwachsenen als Entspannung bezeichnet haben. Und irgendwie mag ich die Vorstellung, dass man sich durch sowas relativ günstig selbst versorgen kann – dafür hat mir früher natürlich der Sinn gefehlt.
Ein bisschen macht Line das hier auch mit Tomaten, Zucchini (bäh!), Gurken und was da noch so unter anderem im Hochbeet meint, wachsen zu müssen und zu dürfen. Von einer möglichen Selbstversorgung sind wir damit natürlich maximal entfernt, aber solange sie glücklich ist, wenn sie was aus dem Garten auf den Teller bringen kann, soll sie machen. Happy wife, happy life und so.
Weniger bekannt, aber naheliegend: Küchengärten. Das ist dann quasi die Ausbaustaufe zum kleinen eigenen Garten und war darauf ausgelegt, ganze Herrenhäuser daraus zu versorgen. Gibt es so vermutlich hierzulande kaum noch, denn wozu was im Garten anbauen, wenn man auch einfach in den Supermarkt gehen kann?
In / bei / am Gravetye Manor gibt es noch genau solch einen Küchengarten. Alles recht eng angebaut und eher auf Praxistauglichkeit ausgelegt, aber die Natur sorgt ja allein dafür, dass das recht schön aussieht. Gartenchef Tom Coward erzählt ein bisschen dazu:
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Wenn ich mal in Rente bin, könnt ich mir das auch vorstellen. Oder den ganzen Tag am Fenster hängen und die Nachbarschaft beobachten.
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