Nur eine Ein-Mann-Fabrik
Das ist hier so ein bisschen das Versprechen und die Definition davon, wenn man selbstständig ist. Wo es noch bei einem klassischen Büro-Schreibtisch-Denk-Job relativ einfach ist, allein ein Business zu starten, ist es in der Produktion schon ein bisschen schwieriger. Außer vielleicht in der Landwirtschaft, aber auch da ist man nicht ganz allein, die Tiere sind ja auch irgendwo angestellte, auch wenn sie anders entlohnt werden als manch Zweibeiner.
Im Kern ist aber wichtig: Du musst mit deiner eigenen Leistung in der Lage sein, Wert zu erschaffen. Im Zweifel auch irgendwas von Wert einkaufen und den dann durch die eigene Leistung steigern. Bedarf dann natürlich entsprechende Fähigkeiten, aber eben auch Kapital und ist idealerweise so zu schaffen, dass das in einen okayen normalen Arbeitstag reinpasst – ich vermeide hier bewusst die typischen 8 – 9 Stunden, denn selbstständig heißt auch selbst und ständig.
Will man da industriell etwas herstellen, wird's ohne Hilfe normalerweise nicht klappen, allein schon weil die dafür nötigen Maschinen recht groß und teuer sind. Oder man macht es wie bei King of Queens und Arthur Spooner, der dann im Keller mühevoll per Hand seine ganz eigenen Arthur-Kopf-Schrauben feilt. Skaliert dann halt einfach nicht.
Dass es dennoch funktioniert und anders gehen kann, zeigt ein Einblick in die Asai Seisakusho-Fabrik, denn auch hier werden Schrauben hergestellt. Und das alles lediglich von einem Mann. Nur dass der im Gegensatz zu Arthur Spooner 400.000 Schrauben pro Tag (!) produzieren kann – natürlich unter Zuhilfenahme von zahlreichen Maschinen und jeder Menge Lärm:
Beeindruckend, aber ein bisschen Potenzial für Automatisierung ist da durchaus noch da. Endziel: morgens einen Schalter umlegen und alles läuft wirklich von allein.
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