Vögel, die nähen können
Was beim Autofahren mittlerweile doch stark auffällt: Sprit ist teuer. Danke Captain Obvious, aber das wollte ich gar nicht sagen, sondern dass die Insektenpopulation spürbar zurück gegangen ist. Sind wir vor ein paar Jahren noch auf der Autobahn gefahren und durften anschließend die Karre einmal durch die Waschanlage jagen, weil die Scheibe voller Insekten war ... gibt es jetzt kaum noch Flecken. Eigentlich eine gute Nachricht, könnte man meinen, denn die Insekten auf der Scheibe haben eher weniger überlebt, aber irgendwie will ich auch nicht glauben, dass die alle mittlerweile schlauer geworden sind, und Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit schlichtweg meiden. Stattdessen ... gibt es wohl einfach weniger. Und wer sich mit der Natur ein bisschen auskennt, der weiß auch, dass das eher ein schlechtes Zeichen ist. Ein sehr schlechtes.
Genauso meine ich zu merken, dass die Vogelpopulation bei uns Zuhause stark abgenommen hat. Da war um diese Jahreszeit vor drei Jahren noch deutlich mehr los – kann aber auch am Wetter liegen, war ja länger nicht mehr so kalt wie in den letzten Wochen.
Wo wir aber bei Vögel sind, können wir auch mal kurz über den Kambodschaschneidervogel reden, der im Englischen deutlich cooler heißt: Tailor Bird. An sich sehen die aus wie eigentlich jeder andere Vogel, hier und da ein bisschen arttypische Farbe, aber das eigentlich Besondere ist: die können nähen.
Während sich nämlich andere Vögel damit begnügen, einfach Material zu sammeln und irgendwie als Nest zusammenzustopfen (was hin und wieder auch schon eine architektonische Meisterleistung ist, schnappen die sich einfach ein großes Blatt und nähen das zu einem Trichter zusammen, um dann darin zu hausen. Sieht dann so aus:
Wenn man mal bedenkt, dass die das ohne Hände hinbekommen und ich mir dann anschaue, wie so eine Nähaktion bei mir aussieht ... Chapeau!
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