Was ist eigentlich dieses Darknet

Was ist eigentlich dieses Darknet

Ein sehr unschöner Anlass, sich mit diesem Thema mal beschäftigen zu müssen, rutschte das Darknet doch kurzzeitig in den Fokus nach den Anschlägen von München. Wer es warum auch immer nicht mitbekommen hat, ein sehr verstörte Seele hat am 22. Juli diesen Jahres 9 Menschen getötet und 4 weitere verletzt. Es ging durch alle Medien, viel mehr gibt es dazu also nicht zu sagen.

Offenbar hatte sich der Täter seine Waffe aus dem Darknet besorgt, eine ehemalige Theaterwaffe, die nachträglich wieder scharf gemacht wurde. Logisch, dass sich die Medien und Politik anschließend auf dieses Darknet stürzten, schließlich ist es immer leicht, den oder das Erstbeste als Teufel an die Wand zu malen. Dabei ist das Darknet gar nicht so ein Teufelszeug, wie der Name vermuten lässt.

Denn neben all dem illegalen Kram (Drogen, Waffen, Robbenbabies, …) dient das Darknet unter anderem auch in einigen Ländern politischen Aktivisten und Dissidenten dazu, die landeseigene Zensur zu umgehen oder schlichtweg anonym zu arbeiten. Selbst Wikileaks nutzt das Darknet, um Whistleblowern Anonymität zu garantieren. Oder anders ausgedrückt: Das King’s College London hat in einer Untersuchung festgestellt, dass 37% des Darknets nicht illegal sind. Sicher, keine Zahl zum angeben und inwieweit man so etwas wie das Internet vollständig untersuchen kann, sei auch mal dahingestellt – aber es zeigt, dass eben nicht alles in schwarz und weiß gesehen werden kann. Fast so wie im richtigen Leben, verrückt oder?

Aber wie kommt man nun ins Darknet? Braucht man dafür eine ganz spezielle AOL-CD? Und wenn man schon mal drin ist, wie kann man denn da zum Beispiel auch Sachen verkaufen? EasyBlackWeb kann da eine Hilfe sein:

Alle fürchten sich vorm Darknet, keiner sieht die Chancen. Das junge Startup EasyBlackWeb spezialisiert sich auf professionelle Auftritte im Darknet und bringt auch deine Geschäftsidee ins neue Web der Wunder. Welches Darknet-Angebot fehlt noch? Der originellste Vorschlag gewinnt einen „Foodroga“-Gutschein im Wert von 100 Euro.

Verantwortlich dafür war mal wieder das Bohemian Browser Ballett, dass wir schon mit seinem großartigen Anti-Hate-Speech-Video von Facebook hier hatten.

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Über Martin

Martin
Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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