Zu Besuch in der größten Geisterstadt Kanadas - Was is hier eigentlich los

Zu Besuch in der größten Geisterstadt Kanadas

Zu Besuch in der größten Geisterstadt Kanadas | Was gelernt | Was is hier eigentlich los?

Geisterstädte sind eigentlich ein unfassbar trauriges Ding, weil das einfach oft die letzten Überbleibsel von irgendeinem wirtschaftlichen Niedergang oder einer anderen großen Tragödie sind (militärische Auseinandersetzung, Naturkatastrophe, andere menschliche Nöte)

Das wird am deutlichsten, wenn man sich selbst mal versucht in die Lage zu versetzen, dass man ernsthaft entscheiden muss, ob man sein Heim verlässt oder nicht – und nicht selten ohne zu wissen, wohin es eigentlich geht. Wilde Behauptung: Die wenigsten würden das wohl tun. Womit deutlich werden dürfte, wie fatal das eigentlich ist, wenn eine ganze Stadt aufgegeben wird, besonders wenn man zu den letzten gehört, die den Ort verlassen.

Die größte Geisterstadt in ist Anyox. Wohl einigermaßen künstliche angelegt gab es in der Stadt allerlei Vorzüge für die Bergbauarbeiter, die dort hauptsächlich angesiedelt waren, z.B. einen Golfplatz oder auch den ersten Tennisplatz aus Holz 1918. Auch gab es in den 20er Jahren recht lange den höchsten hydraulischen Damm des Landes.

Auf der anderen Seite: 1923 gab es verheerende Waldbrände, die auch Anyox beinahe vollständig ausgelöscht haben. Dennoch, Bergbau war weiterhin angesagt, also hat man die Stadt wieder aufgebaut. Irgendwann kam aber auch der saure Regen verursacht durch die Schmelze dazu, der zumindest die umliegenden Bäume kahl werden ließ.

Richtig problematisch wurde es dann zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise mit sinkenden Preisen für unter anderem Kupfer. Das war dann mehr oder weniger der Klassiker: Die Nachfrage fehlt, die Lager füllen sich bzw. werden nicht geleert und irgendwann kann man den Laden einfach dicht machen. Das war dann auch 1935 der Fall und damit starb die Stadt mehr oder weniger schnell. Dazu haben dann auch noch mal zwei Waldbrände 1942 und 1943 beigetragen, die auch noch die letzten Holzbauten zerstört haben.

Exploring with Wade war nun vor ein paar Wochen vor Ort und hat sich angeschaut, was man sich noch anschauen kann:

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Und irgendwie … muss ich hier immer ein bisschen an Wolfsburg denken. Weniger wegen irgendwelchen Waldbränden, aber mehr ob seiner Künstlichkeit und Abhängigkeit von Volkswagen …

Über Martin

Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert.

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