Coca-Colas Freestyle Maschine
Das hier erinnert auch sehr stark an den mittlerweile typischen Spruch, den kaum einer berücksichtigt: Wenn etwas umsonst ist, dann ist es das gerade nicht – nur du bist dann die eigentliche Ware, die zu Geld gemacht wird. Gleichzeitig geht es hier um etwas, bei dem ich gar nicht wusste, dass es das gibt: eine Maschine von Coca-Cola, bei der man selbst seine Geschmacksrichtungen mischen kann, wie man gern möchte.
Eigentlich eine sehr smarte Idee und vorgeblich eine Win-Win-Situation sowohl für Nutzer als auch Coca-Cola selbst. Ich mein, gibt es etwas Besseres als eine Maschine, bei der man nicht auf vorgefertigte Geschmacksrichtungen zurückgreifen muss und sich dann damit abfindet, dass immer irgendwas nicht passt? Selbstgemacht schmeckt doch schließlich am besten. Und für die Firma ersetzt es direkt mühselig aufgesetzte Forschungsstudien, bei denen Probanden irgendwie entscheiden, was das nächste große Ding für den Markt wird – nur um dann am Ende doch festzustellen, dass man ausgerechnet hier ins Klo gegriffen hat und die gar nicht so mehrheitsfähig waren, wie man glaubte.
Dann doch lieber einfach die Leute „anonym“ machen lassen und am Ende die Daten auswerten, um das einfach nachzumachen, was die meisten ohnehin schon selbst gemacht haben. Klingt in der Theorie gut, aber bisher hab ich davon noch nicht viel gemerkt – hab aber auch noch nicht solch einen Automaten gesehen.
Problematisch wird es, wenn man mal genauer auf die gesammelten Daten schaut. Denn das ist eben nicht nur „so und so viele Menschen haben die und die Mischung getrunken – das muss ein Ding sein“. Das geht natürlich deutlich darüber hinaus, bis hin zur kompletten Beobachtung und Aufzeichnung jeglichen Verhaltens um den Automaten herum
Die Kollegen von fern – irgendwie verbandelt mit Simplicissimus – haben die Geschichte ein bisschen aufbereitet:
This soda fountain isn't just serving you a drink. It's quietly collecting your data — and Coke will profit from it tremendously.
Wie gesagt: ist etwas umsonst, ist es das ganz oft eben nicht.
[via]
