Der Arbeitslosigkeits-Simulator
Es mutet ein bisschen absurd an, dass die Nachrichten zu den letzten größeren Entlassungswellen noch gar nicht so lange her sind, wir hier aber direkt von einer Simulation dafür sprechen. Als ob die, die sich noch glücklich schätzen können, einen Job zu haben, das unbedingt auch mal erleben wollen ...
Auf der anderen Seiten ist man – ist der Job erstmal weg – ja nicht einfach nur zu Hause und macht sich einen faulen Lenz (wobei es da natürlich auch absolute Negativbeispiele gibt), das macht ja auch etwas mit jemandem. Denn plötzlich wird dir gesagt, dass deine Leistung nicht mehr gebraucht wird und damit ja auch du. Da ist der Gedanke natürlich nicht weit, dass man selbst nicht ausreichend Wert hat und dann beginnt auch ganz schnell die emotionale und gedankliche Spirale, in die keiner hineinraten möchte.
Selbstverständlich war ich auch schon mal arbeitslos in meinem Leben und ich sag mal so: Die erste Woche ist noch ganz nett, weil wie Urlaub, aber sobald der erste Gedanke kommt, dass man ja auch finanzielle Verpflichtungen hat ... und dann wird aus der kleinen Erholung schnell eine Druck-Phase.
Und damit sind wir auch bei dem Punkt, warum der Unemployment Simulator 2018 vielleicht doch nicht nur Satire und auf den Rücken derjenigen ausgebreitet wird, die aktuell keinen Job haben. Weil er eben auch thematisiert, was man in solch einer Phase als Mensch durchmacht:
Wir schreiben das Jahr 2018, du bist in einer Einzimmerwohnung irgendwo in einem nicht näher genannten nordischen Wohlfahrtsstaat gefangen. Dein Ziel ist es, im stumpfsinnigen Kreislauf aus Langzeitarbeitslosigkeit und sozialer Isolation zu überleben.
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Gibt es aktuell für einen schmalen 10er auf Steam und ich denk, ich werd da mal heute Abend reinschauen. Auch wenn ich hier nichts jinxen will.
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