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Der letzte Schachladen in New York | Was is hier eigentlich los

Der letzte Schachladen in New York

Der letzte Schachladen in New York | Menschen | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Über Schach kann ich immer nur das Gleiche schreiben: faszinierend, aber einfach nichts für mich. Dieses Manipulieren, Fallen stellen und Menschen lesen – ich kann es nicht und ich will es auch nicht wirklich können. Lieber offen und ehrlich sein und wenn jemand ein Arschloch ist, dann sagt man ihm das auch oder geht ihm aus dem Weg. Einfache Sache.

Wahrscheinlich wäre die Welt ohnehin viel besser ohne diese ganze Taktiererei und gegenseitiges Ausspielen – vielleicht haben sogar einfach alle Schachspieler Schuld an den Konflikten der Menschheitsgeschichte. Außer am zweiten Weltkrieg, da war ja schlichtweg Hitlers Ei schuld.

Was ich aber auch nicht wusste: es gibt wohl richtige Sach-Läden, bei denen sich der geneigte Schachspieler mit den besten Utensilien überhaupt eindecken kann. Müsste eine ziemlich spitze Zielgruppe sein, dürfte aber auch einigermaßen spannend sein – Spezialisten sind ohnehin meistens toll, wenn sie ein bisschen mit ihrem Fachwissen prahlen.

Anscheinend ist die Zielgruppe aber so spitz, dass man mit so einem Laden nur bedingt auf den grünen Zweig kommt, denn in New York zum Beispiel gibt es nur noch einen einzigen Schachladen. Und dabei wollte Imad Khachan – Betreiber des Ladens – eigentlich Doktor in der Literatur werden:

“I came here to get a PhD in American literature, and here I am, with pictures of American writers on the wall—a chess vendor.”

That’s Imad Khachan, owner of Chess Forum, the only remaining chess shop in New York City. A Palestinian refugee with no family of his own, Khachan has become “the father of everybody” to a community of chess enthusiasts, those curious to learn more about the game, and those whom Khachan describes as the city’s “invisible people.”

“When no other place will welcome you, you have a seat [here],” Khachan says in Lonelyleap's short documentary, King of the Night. The film depicts the chess shop as more than a home for chess players; Khachan’s open-door policy has provided refuge for many patrons with difficult lives at home. According to Molly Brass, one of the film’s directors, some Chess Forum regulars have no home at all.

“There are very few places in New York that accept and welcome anyone—really anyone—to sit and spend as many hours as they want to, at negligible or no cost,” Brass told The Atlantic. “It's almost a revolutionary idea at this point.”

Manchmal kommt es eben doch anders als man denkt.

[via]

Über Martin

Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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