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Die „Wahrheit“ über Spotify - Was is hier eigentlich los Die „Wahrheit“ über Spotify - Was is hier eigentlich los

Die „Wahrheit“ über Spotify

Die „Wahrheit“ über Spotify | Was gelernt | Was is hier eigentlich los?

Ich bin ja großer Fan von Videos, die ein bisschen Licht in Bereiche bringen, von denen man selbst in der Regel so gar keine Ahnung hat. Handwerker-Videos sind da ganz vorne mit dabei, weil ich einfach keine handwerkliche Ausbildung hab und deswegen gar nicht wissen kann, was man alles machen muss, um zum Beispiel einen Kernfusionsreaktor zu bauen.

Genauso hab ich keinen blassen Schimmer von der Musikindustrie, möchte den aber ehrlicherweise auch gar nicht haben, weil dieses ganze Konstrukt mit Plattenfirmen, Rechteinhabern sonstigen merkwürdigen Institutionen (ja, ich meine dich, GEMA) mehr als suspekt ist und sich da gefühlt sehr viele die Taschen voll machen, ohne dafür wirklich einen Gegenwert zu liefern. Wenn man da mal einfach erklärt bekommt, was los ist, ist das gut und bin ich sehr dankbar für.

Wollte ich auch schon beim nachfolgenden Video von MrWissen2go sein, muss dann aber doch an vielen Stellen widersprechen. Im Grunde geht es darin darum, wie das Musikverhalten seiner Nutzer verändert, ein stark verbesserungswürdiges Vergütungsmodell gegenüber Künstlern hat und unfair gegenüber Podcastern ist, die die Plattform nutzen, aber nicht dafür bezahlt werden.

Uff. Uff bringt es vermutlich am besten auf den Punkt. Unter anderem wäre da zum Beispiel das Anführen einer Statistik in Bezug auf das veränderte Userverhalten und das daran schuld sei, dass Tracks immer kürzer werden. Das beobachtet man bereits seit 35 Jahren … wurde allerdings erst 2006 gegründet und hat dann noch eine ganze Weile gebraucht, um weltweit so verbreitet zu sein, wie es mittlerweile der Fall ist.

Oder auch der Punkt, dass die Vergütung gegenüber den Künstlern unfair sei – allerdings geht der größte Batzen an die Plattenfirmen. Der drittgrößte Punkt sind Steuern, gefolgt von Verwertungsgesellschaften. Hier den Finger nur auf einen der beteiligten Parteien zu richten … das erscheint mir recht kurz gedacht.

Und zu guter Letzt: Plattform und Infrastruktur kostenfrei nutzen und sich dann darüber beschweren, dass man nicht so vergütet wird, wie die Podcasts, die selbst produziert … das wäre ja fast so, als würde man von Google verlangen, dass es dafür bezahlt, über Suchergebnisse Traffic zu generieren …

Musikstreaming ist eine praktische Sache: Man hat Millionen von Songs parat, ohne dafür Speicherplatz belegen zu müssen. Auch physische Tonträger sind nicht mehr nötig. Allerdings hat das Geschäft mit der Musik auch seine Schattenseiten. Welche das sind, das erfahrt ihr in diesem Video über den Marktführer – wobei die hier angesprochenen Punkte auch ganz oder teilweise auf andere Anbieter wie Apple Music, Prime Music oder Deezer zutreffen können.

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Nichtsdestotrotz ist hier natürlich auch ein bisschen Wahrheit drin. Natürlich gibt es Künstler, die aufgrund von Playlisten und Algorithmen die Art und Weise von Musik ändern – da darf dann aber auch jeder selbst entscheiden, was er davon hält, dass Musik hauptsächlich mit Profitabsicht produziert wird. Und sicherlich sind Algorithmen im Allgemeinen mit Vorsicht zu genießen, wir alle wissen ja, wie bescheuert der Homefeed bei Facebook mittlerweile ist.

Ich find es dennoch beknackt, krampfhaft ein Schaf als schwarzes durchs Dorf zu treiben – um so ein bisschen Differenzierung kommt man halt nicht rum.

Über Martin

Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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