Dokumentation - Ex-Profis im Amateurfußball
Dokus gehen immer, vor allem wenn sie vom NDR kommen. Wobei, ich hab da neulich auch mal meine Playliste aufgeräumt und jede Menge wieder rausgeschmissen, obwohl es noch ungesehen ist. Aber irgendwann muss man sich auch mal eingestehen, dass man diese eine Doku mit diesen ganzen Urlaubsgefühlen nach 3 Jahren dann doch nicht mehr schaut, schon gar nicht im Winter. Ich seh das da so ein bisschen wie mit Retrospektiven: Was wichtig ist, kommt wieder, sollte sich also eine der rausgeworfenen Dokus als besonders sehenswert entpuppen, wird mir der Algorithmus da sicher schon irgendwie unter die Arme greifen.
Außerdem sind ja diese zeitlosen Dinger noch mal eine ganze Ecke besser. Alles, was da mit Polizei und / oder Feuerwehr zu tun hat, kann man sich immer anschauen und bekommt dabei noch Einblicke, die es sonst eher selten gibt. An der Stelle auch mal der Hinweis, dass es eine neue Staffel zur Nachtstreife-Reihe gibt!
Und auch mag ich die, die sich mit Leuten beschäftigen, die man eigentlich kennt, aber irgendwie aus den Augen verloren hat. Fußballer passen da perfekt ins Profil – besonders die, die den Höhepunkt ihrer Karriere schon lange hinter sich haben. So wie Marcel Halstenberg, Julian Schieber oder auch Ibrahima Traoré.
Die kicken allesamt ein paar Klassen tiefer als zu ihren besten Zeiten und schnell kann man sich da die Frage stellen, ob das tatsächlich mit der reinen Liebe zum Sport zu tun hat oder da auch ein bisschen Zwang und Alternativlosigkeit für die eigene Freizeitgestaltung mitspielt. Was es definitiv nicht ist: Das Geld, denn das gibt es in den unteren Ligen kaum bis gar nicht zu verdienen:
Marcel Halstenberg, Julian Schieber und Ibrahima Traoré zieht es nach dem Ende ihrer Profikarrieren in den Amateurfußball. In spartanisch ausgestattete Kabinen, auf Sportplätze in der Provinz, wo es auf dem Feld rustikal zugeht, Bratwurstgeruch in der Luft liegt und am Flutlicht oft gespart wird. Die Zuschauerzahlen sind deutlich geringer als früher, das spielerische Niveau überschaubar. Was sich nicht geändert hat, ist die Liebe der Fußballer zum Spiel.
Ist dann wohl doch vor allem die Liebe zum Spiel. Und das find ich eigentlich sehr schön.



