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Ein paar Tricks für die nächste Diskussionsrunde | Was is hier eigentlich los

Ein paar Tricks für die nächste Diskussionsrunde

Ein paar Tricks für die nächste Diskussionsrunde | Lustiges | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Diskussionen, gerade im Internet, sind ja immer so eine Sache. Eigentlich total gut und förderlich, findet man doch dadurch meist Lösungen für bestimmte Probleme und eine richtig geführte Diskussion kann ja auch sehr fruchtbar sein. Aber wie das bei uns Menschen so ist, die wenigsten halten sich an bestimmte Regeln und am Ende geht es nur darum, den eigenen Standpunkt durchdrücken zu wollen, scheiß egal wie dumm der auch sein mag, Hauptsache man hat am Ende gewonnen (und insgesamt alle verloren).

Tatsächlich aber gibt es ein paar einfache Tricks, wie man die eine oder andere Diskussion gezielt zu seinen Gunsten drehen kann, die eine oder andere Theorie hat vermutlich jeder schon mal unbewusst eingesetzt:

Jede Diskussion gewinnen… Klingt unrealistisch, denn keiner von uns hat immer Recht. Aber das müssen wir auch gar nicht. Durch rhetorische Kunstgriffe, also durch fiese Sprachtricks, können wir andere glauben machen, dass wir Recht haben und dadurch die Diskussion gewinnen. Selbst wenn weder Logik noch Fakten auf unserer Seite sind.

1. Strohmann-Argument
Durch ein Strohmann-Argument ändert man die Streitfrage geschickt auf ein ähnlich klingendes, aber viel einfacher zu schlagendes Thema. Man argumentiert also gegen eine Position, die der Gegner eigentlich überhaupt nicht vertritt und dreht ihm durch diesen Strohmann gewissermaßen das Wort im Mund um.

2. Argumentum Ad Hominem
Die Basiszutat jeder unaufrichtigen Diskussion. Wenn uns auf sachlicher Ebene die Argumente ausgehen, können wir stattdessen einfach unseren Gegner direkt angreifen. Man unterstellt ihm beispielsweise, dass er ideologisch verblendet sei und zwingt ihn dadurch, seine Person zu verteidigen und nicht mehr seinen Standpunkt.

3. Kafka-Falle
Richtig fies: Unterstelle deinem Gegner etwas bösartiges, dass, sobald er es abstreiten will, nur noch weiter seine Schuld unterstreicht. Zum Beispiel, dass er Alkoholiker sei. Durch diese Unterstellung bringen wir unseren Gegner also in eine Zwickmühle, aus der er sich kaum noch befreien kann. Egal, ob er zustimmt oder ablehnt, es ist immer ein Beweis dafür, dass die Anschuldigung wahr ist.

4. Tu Quoque Argument
Du kannst einen Einwand gegen deine Position abwehren, indem du erwiderst, dass derselbe Einwand ebenfalls auf die Position deines Gegners zutrifft. In einfachen Worten: es ist ein „selber“ auf etwas höherem Niveau.

5. Petitio Principii
Hier wird eine Behauptung durch Aussagen begründet, welche die zu beweisende Behauptung schon als wahr voraussetzen. Auf „verständlich“ bedeutet das: man beweist eine Sache mit sich Selbst.
Zum Beispiel: „Gott existiert, weil das in der Bibel steht. Und die Bibel ist wahr, weil sie Gottes Wort ist.“

Ob man dann aber als Gewinner tatsächlich auch die perfekte Lösung mitbringt, steht trotzdem weiterhin auf einem anderen Blatt. Hieß ja nicht umsonst schon bei Spiderman „Mit großer Macht kommt große Verantwortung“.

Über Martin

Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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