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Gedankentüdelüt (88): Strohwitwer - Das Prequel | Was is hier eigentlich los?
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Gedankentüdelüt (88): Strohwitwer – Das Prequel

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Am Freitag ist es so weit: ich schaff mein Lieblingsmädchen außer Landes. Was so klingt, als würde ich ein Verbrechen vertuschen wollen oder die Vorbereitungen für mein Exil treffen, ist in Wahrheit ein Besuch von Line bei einer Freundin, die total fancy dieses Work and Travel macht, das bei der Jugend so angesagt ist.

In die Staaten geht es und normalerweise wär ich sehr neidisch und würde alles daransetzen, mitzumachen – wäre da nicht dieser unfassbar lange und bestimmt total stressige Flug und diese Nulpe, die offiziell im Weißen Haus sitzt, sich aber bestimmt dauerhaft auf irgendwelchen Golfplätzen rumtreibt. Oder sich mal wieder dabei filmen lässt, wie er mit einem Edding (!!!) irgendeinen Mist unterschreibt.

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Außerdem bin ich einfach nicht der große Sightseeing-Typ. Ich würde gern mal einen dieser übertrieben großen Supermärkte sehen, in denen man Milch in Liter-Kanistern kaufen kann, während der Einkaufswagen schon mit Autoreifen vollgemacht ist und es Butter nur in 10-Kilo-Paketen gibt.

Dazu kommt, dass wir in den letzten Wochen mit Auto und Umzug schon genug Stress hatten und ich mich stark nach einem Wochenende sehne, an dem so gar nichts passiert. Gut, wahrscheinlich macht man doch irgendwas, weil einfach noch unfassbar viel Krempel herumliegt – aber man müsste nicht, wenn man nicht wöllte.

Aber auch ich werd mir ein bisschen Ruhe gönnen, denn ich hab mir nächste Woche auch einfach freigenommen – Überstunden abbummeln und wenn man schon mal die Chance hat, Strohwitwer zu sein, dann muss man das auch richtig auskosten. Die zweite Woche, in der Line nicht da sein wird, muss ich allerdings wieder arbeiten – ich lerne also beide Seiten der Medaille kennen. Und ehrlich weiß ich auch gar nicht, wann wir das letzte Mal über so einen langen Zeitraum getrennt waren.

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Mein Plan für nächste Woche sieht hauptsächlich vor, dass ich mich der totalen Verwahrlosung hingebe. Frei nach dem Motto: „Zieh ich morgens keine Hose an, muss ich abends keine Hose ausziehen“. Der Cholesterin-Spiegel wird in Rekordhöhen getrieben, die Playstation wird endlich mal erleben, wie es ist, wenn man eine ganze Woche lang nicht ausgeschaltet wird und auch sonst wäre alles eine Enttäuschung, was nicht in „Studentenbude“ endet.

Allerdings tüftelt auch irgendwer schon wieder in meinem Hinterkopf aus, dass ich noch zum Einwohnermeldeamt müsste, der Kram für den Recyclinghof könnte auch mal weggeschafft werden, das eine oder andere Regalbrett muss noch an die Wand und was ist überhaupt mit unseren Lampen los?

So oder so: 2 Wochen Autokratie! das wird mal wieder eine ganz neue Erfahrung und auch wenn ich mein Lieblingsmädchen bestimmt schneller vermissen werde, als mir das lieb ist – ein bisschen Bock hab ich da schon drauf.

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Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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