Georg auf Lieder - Santa Fu - Was is hier eigentlich los

Georg auf Lieder – Santa Fu

Georg auf Lieder – Santa Fu Musik

Georg auf Lieder - Santa Fu | Musik | Was is hier eigentlich los?

“Dein Bruder war 10 Jahre im Bau und ist mit ’ner fetten Narbe am Hals wieder rausgekommen.” – Die erste Zeile aus Santa Fu. Eine tragische Erzählung aus dem Umfeld in dem der Singer-Songwriter groß geworden ist. Ein Track fast wie eine Kurzgeschichte, im Spoken Word Style vorgetragen und durch eine stakkatomäßige Hook unterstützt. 808 Beat, eine gepickte Gitarrenlinie und geisterhaft anmutende Synthiesounds, die mit analogen Keyboards und trashigen Gitarrenpedalen erzeugt wurden.

Schon die ersten Momente von s viertem Album 8-Spur Lockdown Tape machen klar: Hier erwartet einen kein schick ausproduzierter Wohlfühl-Pop. Keine Phrasen, kein Zurückhalten, keine Kompromisse. Dieses Album ist der Sound einer einsamen, isolierten Seele. Ganz allein mit Ihren Dämonen, ihrer Hoffnung, ihren Erinnerungen und einem kaputten 16-Spur-Recorder.

Dieses alte Gerät hatte Georg mit seinem letzten Geld einem Freund abgekauft, der ebenfalls fast pleite war. 50 Euro, größere Ausgaben waren nicht möglich im zweiten Corona-Jahr ohne Touren und Festivals. Schon bald nach dem Kauf bemerkte er, dass der günstige Preis nicht nur der Freundschaft, sondern auch der Tatsache geschuldet war, dass von sechzehn Spuren nur noch acht funktionierten. Dennoch sollte das Gerät das Herzstück seiner neuen Platte werden.

Um die leid- und lautstärkegeprüften Nachbarn zu entlasten, mietete Georg im Berliner Osten einen kleinen Raum in einem heruntergekommenen Proberaumkomplex an. Der Raum wurde aufgrund fehlender Belüftungsanlage und nicht vorhandener Fenster von den Vorbesitzern liebevoll „Das Verlies“ genannt. Hier fing Georg nun an, neue Songs zu schreiben und diese auch selbst aufzunehmen. Zum ersten Mal allein. So beschäftigte er sich nun ganz anders mit seiner Stimme, seiner Art zu texten und kreierte viele für ihn ungewohnte Sounds auf analogem Wege. Alte Keyboards, günstige Gitarrenpedale, rauschende Verstärker und nur ein einziges Mikrofon bildeten den Kern dieser Welt.

„Das ständige Runtermischen auf ein oder zwei Spuren, um wieder mehr neue Spuren zur Verfügung zu haben, zwang mich stets zu Entscheidungen, die ich in dieser Radikalität sonst nie getroffen hätte“, meint Georg. „Ich glaube, das Verlies hat mich auch klarer und direkter werden lassen.“
Das ungewohnt lange Verweilen an einem Ort und die beschränkten Möglichkeiten sich mit anderen Menschen auszutauschen, brachten viele fast vergessene Momente und Themen hervor, die über sämtliche Songs verteilt immer wieder ihren Platz in den Texten finden.

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Über Martin

Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert.

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