Maxim - Automat | Was is hier eigentlich los
Maxim - Automat | Was is hier eigentlich los

Maxim – Automat

Maxim - Automat | Musik | Was is hier eigentlich los?

Irgendwie passt es, dass s neues Album Grüne Papageien im August erschienen ist. Diese Melancholie eines schwülen Sommertages, die leichten und schweren Gedanken, die einem so kommen, wenn man mit guter Musik und einem Joint am Fenster sitzt – sie prägen diese schönen, wahren, manchmal surrealen Lieder, die der Kölner Sänger, Songwriter und neuerdings auch Produzent da versammelt hat. Dass dieser Sommer so crazy war wie schon lange kein Sommer davor – auch diese Pointe passt irgendwie gut.

Nachdem die bisherigen Auskopplungen aus dem Album eher melancholisch daherkamen, ist Automat beschwingter, romantischer, wohliger. Für das Musikvideo wurde ein Arcade-Automat auf einen Pickup geschraubt – und das lieben wir ja schon sehr!

Es ist schön, so, sagen wir, positiv nachdenklich zu hören, wie hier bei Automat. Er ist immerhin noch der Typ, der zuletzt an Max Herres traurig-schönem „Athen“-Album mitgeschrieben hat. Der Typ, der mit Willkommen im Club dem Arme-in-die-Luft-Erbauungspop von Mark Forster und Co. mit dessen Mitteln das Genick gebrochen hat. Der Typ, der mit Meine Soldaten einen Hit landete, der seine Depressionen und den Umgang damit in die Top 20 schießen konnte. Nun singt Zeilen wie diese: „Ein Automat weiß nicht warum, aber der ist auch allein und wir haben uns. Ein Kapitalist versteht das nicht, ich kann auf alles verzichten, bis auf dich.“ Auch hier muss man sagen: Diese Zeilen passen erstaunlich gut zu den Gedanken, die man sich dieser Tage darüber macht, wie die Welt so läuft und zu den Fragen, was man wirklich braucht und ob nicht irgendwann die Zeit kommen sollte, wo man gegen den Kapitalismus zurückfickt, anstatt sich von ihm … ihr wisst schon.

Für Maxim geht es in Automat und auf dem Album Grüne Papageien vor allem um eine Selbstfindung nach eigenen Regeln. „Ich habe mich hingesetzt, mir ein kleines Studio ausgebaut und erstmal für mich rausgefunden: Was ist denn eine Art von Musikmachen, die mir Freude macht? Und das ist eben nicht das grobe Zusammenhauen am Laptop, sondern: Instrumente spielen.“ Und diese autarke Arbeitsweise scheint ihm gut zu tun. „Ich würde mal sagen: Wenn du ein Standard-Musikhörer bist, hast du vermutlich immer noch das Gefühl, dass es eher eine traurige Platte ist. Aber für mich ist es mit Abstand das Fröhlichste, das ich jemals gemacht habe, seitdem ich keinen Reggae mehr mache.“ Das kann man so unterschreiben – und die Fans seiner dunklen Stunden beruhigen: Auch für euch wird das Album noch ein bis zwei Abgründe aufmachen.

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Über Martin

Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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