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Triton - Für immer unter Wasser atmen | Was is hier eigentlich los?
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Triton – Für immer unter Wasser atmen

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Im Hinblick auf Klimaerwärmung und damit einhergehend steigender Pegel kommt das Tool gerade recht, zumal es wahrscheinlich ein Meilenstein in der Menschheitsgeschichte darstellen wird – mindestens wird es den Grundstein dafür legen, dass wir nur begrenzt unter Wasser leben können.

Die etwas älteren Semester unter euch werden sich noch an den Film Waterworld mit Kevin Costner erinnern – handlungstechnisch nicht unbedingt erste Sahne, aber von dieser Art von Filmen hatte Costner ja eh nur recht wenige. Auf jeden Fall spielte er dort eine Figur, die dank Mutation mit Kiemen ausgestattet war und so problemlos unter Wasser leben konnte – ein starker Vorteil gegenüber allen anderen in einer Welt, die nahezu ausschließlich aus Wasser besteht.

Schaut man sich die Prognosen zur Klimaerwärmung an, ist das ein Szenario, was langfristig nicht so unwahrscheinlich wird – außer wir Bomben uns alle gegenseitig den Arsch weg. Für den Fall, dass das nicht passiert, dürfte Triton das perfekte Gadget sein. Denn das Ding hat künstliche Kiemen und erlaubt so Tauchgänge bis zu 45 Minuten ohne, dass amn zwischendurch auftauchen muss:

Saeed Khademi, der Kopf hinter dem Ding, wollte auf Indigogo 50.000 Scheine haben – 790.764 sind es final geworden. Interesse ist also da und wie gesagt – mit Sicherheit auch irgendwann die Notwendigkeit. Zum Beispiel könnte man einfach daran ansetzen, dass man statt 45 Minuten einfach nie wieder auftauchen muss. Dann wäre am Ende nur noch das Problem mit dem Druck in höheren (?) Tiefen. Und die Schumpelhaut, die will ja auch keiner.

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Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert.
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  1. Das ist Betrug. Die sammeln Geld und hauen damit dann ab. Das fiktive Produkt ist technisch nicht umsetzbar. Gelinde gesagt, ist es absoluter Unsinn :D

    • Und jetzt gern ein paar Fakten, die deine These untermauern

    • Was is hier eigentlich los? Das ist jetzt so als wenn jemand behauptet, in eine andere Galaxie gereist zu sein und nun soll man Fakten dafür liefern, dass das nicht möglich ist.

      Bezeichnend ist, dass die angeblichen Entwickler keine technischen Angaben machen. Sie stellen nur Behauptungen auf.

      Als Taucher wollte ich dir das jetzt anhand von Tabellen detailliert ausrechnen, aber auf der Suche nach einer Tabelle bin ich bereits auf ein Rechenbeispiel gestoßen, was gut belegt wurde. Hier wurde das „Gerät“ bereits unter die Lupe genommen: https://gearjunkie.com/triton-artificial-gills-breathe-underwater. Man könnte die Rechnung in dem Artikel noch etwas frisieren, indem man eine Salinität von 0 und einer Wassertemperatur von 0 annimmt, aber das Ergebnis würde keinen signifikanten Unterschied machen.

      Zudem bräuchte man, wie auch im oben genannten Artikel von einem Fachmann erläutert, eine 0,25 PS Pumpe, die 90 Liter Wasser in der Minute umwälzt. Allein dass so eine Pumpe nicht in das Format des „Gerätes“ passt, sollte selbsterklärend sein. Wer stellt denn einen solchen Kompressor und den dafür nötigen Akku her? Selbst die Brennzellen von Apple, die nicht mal entwickelt wurden, sondern nur auf dem Papier funktionieren, liefern nicht annähernd so viel Energie auf diesem Raum.

      Dann ist da noch das Problem mit dem Volumen. Da wir ja ein bestimmtes Gasgemisch-Volumen pro Atemzug einatmen, muss dies zwischengespeichert und bereit gehalten werden. Der Hersteller zeigt sogar in welchem Bereich des Gerätes dieser „Tank“ sitzt. Ein Minitank, nicht größer als eine Streichholzschachtel. Ähm jaa…

      Leute die das durchschaut haben verlangen übrigens in den Kommentaren zum „Gerät“ auf Indiegogo ihr Geld zurück.

    • Swen Gerhards immer mit der Ruhe. Ich finds einfach nur unglücklich, wenn jemand behauptet, dass es Betrug ist, aber nichts weiter kommt. Das ist immer so typisch deutsch „erstmal meckern“. insgesamt natürlich schade – aber immerhin ist die idee gut

    • Was is hier eigentlich los? War gar ned aufbrausend gemeint. Ich tat mich nur schwer mit Fakten, weil man ja seitens der Entwickler keine technischen zur Hand bekommt.

      Die Idee gefällt mir schon seit James Bond und Star Wars sehr gut, wo ähnliche Apparaturen zum Einsatz kamen.

      Es gibt einen „Fun-Artikel“ der in die Nähe solcher Apparaturen kommt, aber nichts aus dem Wasser filtert, sondern die Atemluft in einer kleinen Flasche mitführt. Das ist damals bei Baywatch hin und wieder mal zum Einsatz gekommen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das damals schon funktionierend existierte. Das System nennt sich „SpareAir“. Eigentlich als Backup-Flasche für Taucher gedacht, um sich im Notfall noch nach oben zu retten. Die Teile sind aber nicht unbedenklich. Damit kann man sich auch umbringen, wenn man zu schnell auftaucht. In einer Wassertiefe bis 5 Meter kann da schon etwas schief laufen, aber es funktioniert. http://spareair.com/ :)

      Ich schreibe von „Fun-Artikel“, weil die SpareAir schon oft und lange unter Tauchern diskutiert wurde. Im Ergebnis reicht die Luft darin nicht, um einen sicheren Aufstieg zu gewährleisten. Da greift man dann zu etwas größeren Flaschen, die im Wasser ja eh nix wiegen :D

    • Swen Gerhards an die dinger kann ich mich auch noch erinnern – baywatch war schon geil ;) aber ist es nicht sowieso immer gefährlich wenn man zu schnell auftaucht? ich bin nicht vom fach, meine aber mal gehört zu haben, dass das grundsätzlich kacke werden kann, wenn man danach nicht in ne druckkammer kommt

    • Was is hier eigentlich los?
      Das kommt darauf an, wie tief und wie lange man taucht. In tiefen über 10 Metern sollte man die Dekompression beachten, weil sich durch den höheren Druck Gasblasen aus Stickstoff im Gewebe anreichern. Wenn man dann zu schnell nach oben schießt, passiert mit den Gasblasen im Gewebe das was mit einer Sprudelflasche passiert, die man frisch aufdreht. Das Gas perlt plötzlich aus und das ist gefährlich. Dann müsste man ggf. in eine Druckkammer. Da kommt es auf die Schwere der Dekompressionskrankheit an. Aber Leute die in 180 Metern Tiefe an Pipelines arbeiten, müssen danach ca. 4 Wochen in die Dekompressionskammer. Das ist schon krass und ich würde das gar nicht aushalten in so einem engen Teil :D

      In geringeren Tiefen hingegen kann es passieren, dass man sich die Lunge überdehnt. Wenn man mit Flasche taucht atmet man beispielsweise in 10 Meter tiefe 6 Liter Luft ein. Behält man die in den Lungen und taucht dann plötzlich auf ohne auszuatmen, überdehnt die Lunge. Denn 6 Liter in 10 Meter Tiefe sind an der Oberfläche 12 Liter. Darin besteht auch die Gefahr dieser SpareAir Systeme. Die sind kinderleicht zu bedienen und manche Leute unterschätzen die Gefahr, weil sie vielleicht gar nicht wissen, dass sie beim Aufstieg ausatmen müssen.

    • klingt alles andere als einfach – ich bleib dann mal lieber über wasser ;)

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