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Dem ist nichts hinzuzufügen | Was is hier eigentlich los?
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Dem ist nichts hinzuzufügen

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Auch wenn ihr das vermutlich schon überall gesehen habt, ist das so traurig, herrlich, absurd und irgendwie auch verstörend, dass ich es definitiv für die Ewigkeit festhalten will – zumindest so lange, bis irgend ein Heini bei Youtube wieder rumgeweint und die Löschung veranlasst hat. Man kennt das ja zur Genüge, GEMA sei dank.

Ich muss jetzt auch aufpassen, dass ich nichts falsch wiedergebe, denn ehrlich gesagt hab ich mich damit mal so gar nicht beschäftigt. Dieses ganze BND-NSA-Skandal-Thema ist so unfassbar anstrengend und man fühlt sich dabei so ohnmächtig, gleichzeitig kann man den ganzen Tag damit verbringen, an der Intelligenz und/oder Naivität aller Beteiligten/betroffenen – ich würd zu nichts anderem mehr kommen und am Ende einfach nur noch weinend im Keller sitzen.

Nun kam es wohl dazu, dass eine neue Pressemitteilung zum neuesten Skandälchen veröffentlicht wurde und scheinbar ist es dann Gang und Gebe, dass man anschließend zur Pressemitteilung auch eine Pressekonferenz einberuft. Vermutlich soll die dazu dienen, komplizierte Bestandteile der Mitteilung noch mal klären zu können – schließlich soll die Presse ja auch verstehen um was es geht und entsprechend korrekt berichten. Nun ja, so würde ich das zumindest im allgemeinen verstehen wollen.

Aber nicht so beim letzten Mal:

Gleichzeitig muss ich mich fragen, warum man selbst mit absoluter Gegenwehr beim Schauen der längeren Version sich einfach nicht dem Eindruck erwehren kann, dass die Knalltüten, die da aufgereiht sitzen, dermaßen arrogant daher kommen. Und da wundert sich noch einer, dass die Wahlbeteiligung in diesem Land so unfassbar enttäuschend ist. Eine mögliche Antwort sind genau diese Vögel.

[via]
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Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert.
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  1. Huch, woher diese Anti-Politik-Haltung? Das ist mir bisher bei wihel noch gar nicht aufgefallen. Ich finde den Skandal auch schlimm und denke, wenn der Presseerklärung „nichts hinzuzufügen ist“, dann kann man die Pressekonferenz auch sein lassen. Aber wieso reden Sie von „Knalltüten“ und „Vögeln“? Herr Seibert tut mir eher leid, weil Mutti wahrscheinlich gesagt hat, er soll mal eine Pressekonferenz machen, er aber gar nichts sagen darf. Die Sprache des Artikels wirkt auf mich einfach nur populistisch.

    • Martin

      Gerne „du“, bei einem „Sie“ fühl ich mich immer älter als ich bin.
      Mir tut Herr Seibert so gar nicht leid, allein schon weil Tonfall und Mimik extrem arrogant wirken, genauso bin ich mir ziemlich sicher, dass man auch deutlich mehr sagen kann, als „Ich hab dem nichts hinzuzufügen“ ohne zu viel zu verraten. Genauso gibt es ebenfalls Pressekonferenzen, in denen man Erklärungen verkündet und gar nicht erst Fragen zulässt. Sicherlich nicht die Feine Art, aber immer noch besser als dieses „Hier sitzen wir und grinsen euch doof an – stellt eure Fragen ruhig, wir sagen eh nichts – Heidewitzka“

      Ob das nun populistisch ist oder nicht, ist mir recht egal. Ich hatte Lust darüber zu schreiben und auch in dieser Form. Es steht ja jedem frei, hier zu lesen, genauso darf sich natürlich auch jeder seine ganz eigene Meinung über die Inhalte bilden. Wo, wenn nicht hier? :)

      • Naja, eine gewisse Arroganz lässt sich schwer abstreiten. Aber was soll er schon sagen? (Vielleicht hatte er ja einen Zettel auf dem stand: „Auf keinen Fall etwas anderes sagen, als dass nichts hinzuzufügen ist!!!“ :-) ) Steffen Seibert kann aber auch nichts dafür, wie uns die NSA bespäht und dass er nichts sagen darf. Da muss man schon bei seiner Chefin nachfragen… Ohne ihn als „Opfer“ darstellen zu wollen: Ich sehe hier vor allem ein Beispiel der „Merkel-Taktik“: Alle unangenehmen oder kontroversen Fragen lässt sie aus, das darf irgendein Minister oder eben der Regierungssprecher erledigen. Die machen sich damit unbeliebt (so wie hier) und Merkels Ruf ist unangekratzt. (Oder hast du ein Video gesehen, auf dem sie ganz klar zum NSA-Skandal Stellung bezieht? Ich wäre neugierig.)
        Was ich am Artikel „populistisch“ fand, war einfach diese „Die-da-oben“-Rhetorik. Dass es diesen Artikel gibt, und dass das Video gewaltig etwas über unsere Regierung aussagt, dagegen widerspreche ich gar nicht.

        • Martin

          Nee, Video von Frau Merkel hab ich nicht gefunden – muss aber auch nicht zwingend diesen wunderschönen Blog verschandeln ;) Ich weiß, was du meinst, aber ich glaube, dass Herr Seibert auch ein bisschen Einfluss hat und nicht wie ein Hündchen alles machen muss, was Frau Merkel von sich gibt. Ein einfaches „Mutt, damit machen wir uns noch lächerlicher als wir eh schon sind“ muss auch sie überzeugend finden.
          Mit dem „Die-da-oben“ hast du absolut Recht, das ist tatsächlich so. Liegt vermutlich daran, dass all jene, die zumindest medial ein Gewisses Echo inne haben, aus meiner Sicht gern in einen Sack gesteckt und draufgeschlagen werden dürfen – man trifft ja eh immer den Richtigen.

          • Was ist „zumindest medial ein Gewisses Echo“?

          • Martin

            ich mein die, die man kennt. gibt ja noch weit aus mehr politiker im land, da muss auch mindestens einer sein, der was auf dem kasten hat.

          • Du scheinst nicht sehr viele Politiker zu kennen :-) Nein, mal ernsthaft. Mit dem Stock draufschlagen find ich ein bisschen hart. Es reicht doch, sie zur EU zu schicken, das ist so üblich.

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