Der älteste praktizierende Arzt der Welt
Persönlich find ich es aktuell nicht wirklich erstrebenswert, besonders alt werden zu wollen. Ich mein, es ist ja mittlerweile vollkommen egal, welche Zeitung man aufschlägt (für die Älteren unter uns) oder welche News-App man öffnet (für die nicht ganz so Alten) oder welche Nachrichtensendung man schaut (für die dann okay Älteren und vielleicht sogar den Rest), so wirklich Mut machend sind die Nachrichten da nicht. Und wenn doch, dann wirkt das alles wie ein Tropfen auf dem heißen – teilweise wortwörtlich – Stein.
Oder anders gesagt: Wir sind schon ziemlich doomed. Soll auch nicht heißen, dass ich das eigene Ende herbeisehne, ganz im Gegenteil. Im kleine Dunstkreis gibt es sehr viel, was wir uns noch aufbauen und aufgebaut haben, das möchte man schon noch eine ganze Weile wachsen und gedeihen sehen – aber global sind die Aussichten alles andere als lebensbejahend. Als ob es nicht schon reicht, dass wir unseren Planeten zu Grunde richten, ein paar Idioten kippen noch fleißig Öl ins Feuer. Tankerweise.
Umso beeindruckender sind dann die Menschen, die besonders lange auf dieser Welt leben – und dann sicher auch die eine oder andere Geschichte (mehr) erzählen können. Noch beeindruckender ist es, wenn die einfach ihre Dinge weitermachen, weil sie das schon immer gemacht haben.
So wie Howard Tucker, der im Oktober letzten Jahres den Guinness Weltrekord dafür bekommen hat, dass er der älteste praktizierende Arzt der Welt ist. Und weil es nicht reicht, einfach 75 Jahre als Mediziner zu arbeiten, hat er mit 67 Jahren auch noch den Abschluss als Anwalt gemacht.
Als man ihn gefragt hat – weil man das scheinbar immer bei einem solch erreichten Alter macht – was sein Geheimnis ist, war seine Antwort:
"Heredity and family history of longevity is a healthy start. However, it must be supported by moderation of nutrition, alcohol, and happiness. My happiness stems from a remarkable wife and four children (all college graduates and professionals, three attorneys and one physician)...
Also of importance is happiness in my work. I still become excited when seeing a patient with a diagnostic problem I had never seen before or seeing a patient with a problem I have not encountered in 20-50 years."
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Ende Dezember ist Tucker Howard gestorben.
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