Martin
Ein Abend mit Friedrichs Dry Gin in der Hamburger dripBAR | Was is hier eigentlich los?
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Ein Abend mit Friedrichs Dry Gin in der Hamburger dripBAR

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Bescheiden wie ich bin, kann man mich auch in Sachen Alkohol sehr schnell und leicht zufrieden stellen: Gib mir Gin, gib mir Tonic und ich bin glücklich. Ich würd jetzt nicht sagen, dass ich der weltbeste Gin-Kenner bin, freue mich aber immer wieder, wenn ich mal einen finde, der sich von der breiten Masse abhebt und den vielleicht nicht jeder kennt.

Dazu gehört auch der Friedrichs Dry Gin, den ich bereits Anfang des Jahres still und heimlich zu Hause verköstigen durfte. Wer die Flasche das erste Mal sieht, wird sich wahrscheinlich erinnert fühlen – nur eben nicht an Gin. Tatsächlich wurde das Design bewusst gewählt, da aus selben Hause die Steinhäger Tonflasche kommt, die jeder vermutlich schon bei seinen Eltern bzw. Großeltern gesehen hat. Was ich allerdings bis zu diesem Abend nicht wusste: eigentlich steckt da auch ein Gin drin, nur eben deutlich grobschlächtiger produziert.

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Friedrichs Dry Gin-Tasting in Hamburg am 01.12.2016

Friedrichs hat also nun geladen und damit nicht nur seinen Gin auf vielfache Weise präsentiert, sondern auch gleich die dripBAR auf meiner innerlichen Weltkarte platziert. Und wie eingangs erwähnt: es braucht nicht viel Überredungskunst, wenn es bei mir um Gin geht.

Mit Björn zusammen hab ich mich also auf den Weg gemacht und bin seit langem mal wieder mit den Öffentlichen gefahren. Zum Glück nur zwei Stationen zur Reeperbahn – wir wollen es ja nicht übertreiben. Die dripBAR ist allerdings noch einen kleinen Schwenk von der Reeperbahn entfernt und ein bisschen versteckt, sodass wir wie zwei Touris zwei Mal dran vorbeigelaufen sind. Die Tür recht klein, ein einfaches Schild mit dem Namen – kann man leicht übersehen, sorgt aber direkt für dieses „Da gehen nur Kenner rein“-Gefühl.

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Friedrichs Dry Gin-Tasting in Hamburg am 01.12.2016

Entsprechend war der Laden auch recht klein – hätte es die Einladung nicht gegeben, ich wär wohl noch zwölf Mal daran vorbeigelaufen. Aber das macht eben auch die Lieblingsecken aus, dass sie eben nicht so leicht zu finden sind. Das Besondere, das die dripBAR ausmacht, ist aber nicht nur das angenehme, dunkle Ambiente, die wirklich gut gewählte Lautstärke der Musik oder die fast schon minimalistische Deko – sondern das Slow-Drip-Verfahren, mit denen hier die Drinks gezaubert werden. Einfach ausgedrückt: das Hochprozentige tropft hier stundenlang auf die unterschiedlichsten Gewürze und veredelt so den zukünftigen Drink.

Womit wir auch beim Friedrichs Dry Gin angekommen wären. Denn ebenfalls an diesem Abend gelernt: Gin ist ein sehr dankbares Getränk was die Herstellung angeht. Während Whisky und Co. mal eben ein paar Jahre in der Herstellung beanspruchen, kann man einen vernünftigen Gin innerhalb von 24 Stunden herstellen – dürfte dann auch erklären, warum in letzter Zeit der Gin so gehypet wurde.

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Friedrichs Dry Gin-Tasting in Hamburg am 01.12.2016

Was den Friedrichs Dry Gin allerdings von der breiten Masse abhebt, ist das veränderte Herstellungsverfahren:

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Normalerweise wird eigentlich alles in einen Topf zusammengemischt, irgendwann destilliert und auf Trinkstärke abgemischt – beim Friedrichs gibt es ein paar Schritte mehr. Das Ergebnis: ein sehr feiner, facettenreicher Gin, der für Partys und Feiern fast schon zu schade ist, um einfach weggetrunken zu werden – eher was für Genießer, die einen guten Gin zu schätzen wissen.

Bemerkenswert dabei: die Kupferkessel, die man auf der Zeichnung sieht, stehen auch genau so in der Produktionsanlage von Schwarze & Schlichte und kommen noch immer zum Einsatz – sieht man übrigens auch auf der Flasche (als Hinweis, weil selbst ich es bei mehrfacher Betrachtung erst gemerkt hab, als es erwähnt wurde).

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Friedrichs Dry Gin-Tasting in Hamburg am 01.12.2016

Was allerdings nicht gleich bedeuten soll, dass man den Friedrichs Dry Gin nur pur genießen darf, denn der Abend sollte zeigen, dass man auch ganz herrliche Cocktails damit kreieren kann – ich hab schon sehr tief ins lecker gefüllte Glas geschaut und würde es so genau wieder machen.

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Friedrichs Dry Gin-Tasting in Hamburg am 01.12.2016

Den Anfang machte der Old German Berry Sour, der wie es der Name schon sagt, eher sauer und zitronig daher kommt – einer dieser Drinks, die man auch bei 30°C im Schatten schlürfen kann.

Old German Berry Sour

5 cl Friedrichs Dry Gin
3 cl Zitronensaft
2 cl Himbeersirup
1 Thymianzweig
1 Eiweiß
1 Orangenzeste

Als kleinen Wachmacher gab es als nächstes den Friedrichs Bloody Mary – quasi der Konter-Cocktail, nachdem man die ganze Nacht durchgemacht hat und wieder auf Touren kommen will (sofern man das denn mit Gin möchte):

5 cl Friedrichs Dry Gin
3 cl Limettensaft
3 dashes Worcester Sauce
1 dash Tabassco
15cl Gazpacho
1 Thymianzweig / Sellerie / Chillisalz

Bereits hier zeigte sich schon, wie facettenreich man den Friedrichs Dry Gin einsetzen kann, denn beide Drinks waren wie Tag und Nacht und trotzdem beide sehr lecker.

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Friedrichs Dry Gin-Tasting in Hamburg am 01.12.2016

Das krönende Highlight allerdings war der Friedrichs Drip Gimlet, der beim ersten Aufeinandertreffen mit der Zunge nicht so wirklich überzeugen wollte, aber dann kurz danach sein ganzes Potential entfaltete – eine Mischung aus süß und feurig, die ich gar nicht so recht in Worten wiedergeben kann. Eine kleine Geschmacksachterbahn, die deutlich überraschender Kam, als ich es vermutet hatte.

5 cl Friedrichs Gin gedrippt durch Orangenschale, Nelke und Rosmarin
4 cl Limejuice
Saft einer 1/8 Limette
1 dash Orange Flower Water

Dazwischen gab es natürlich immer wieder die klassische Variante mit Gin und Tonic, wobei hier dann auch deutlich wurde, welchen Einfluss das Tonic haben kann. Die Wahl fiel natürlich auf Fever Tree, den ich schon vorher kannte und bei mir tatsächlich immer erste Wahl ist. Neben dem klassischen INDIAN haben wir auch das MEDITERRANEAN ausprobiert – gleiches Mischungsverhältnis, selber Gin und dennoch ein völlig anderer Drink.

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Friedrichs Dry Gin-Tasting in Hamburg am 01.12.2016

Dazu natürlich jede Menge Infos in Sachen Gin und Tonic, einem kleinen Weihnachtsshot am Ende und viele gute Gespräche. Macht im Endergebnis:

– mit der dripBAR eine neue Bar gefunden, die man blind empfehlen und besuchen kann
– für mich die Bestätigung, dass der Friedrichs Dry Gin echt lecker ist, egal ob nun pur oder gemischt
– ein gelungener Abend mit vielen, guten Gesprächen
– leider einen ausgewachsenen Kater am Tag danach

Wenn ihr also mal auf der Karte oder einfach im Laden den Friedrichs Dry Gin seht – greift ruhig zu, da kann man nichts verkehrt machen und preislich absolut in Ordnung. Dafür steh ich mit meinem Namen. Oder so.

[vielen Dank an Friedrichs Dry Gin, Fever Tree und die dripBar für die Einladung und den sehr gelungenen Abend]

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