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Gedankentüdelüt (90): Wenn der Internetanbieter einfach brennt

Eigentlich wär ja das zweite Drittel meiner Strohwitwer-Reihe dran gewesen, aber zum einen ist es natürlich weniger spannend zu erzählen, wie ich viel zu früh aufstehe und einfach ins Büro fahre, zum anderen kam mir mein Internetanbieter dazwischen. Nur soviel sei gesagt: es wird ganz dringend Zeit, dass Line wieder nach Hause kommt – ich hab mittlerweile angefangen zu bügeln und weiß nicht, wo das noch Enden wird.

Aber zur eigentlichen Story: vor etwas mehr als einem Jahr hab ich mir ein Synology NAS angeschafft. Unter anderem, um endlich mal vernünftig Backups vom Macbook zu machen, aber auch weil ich es leid war, permanent mit irgendwelchen externen Festplatten hantieren zu müssen. Schön und praktisch ist zudem, dass ich so auch von außen auf die meisten Daten komme, zumal Synology einen eigenen Dienst anbietet, damit das über eine einfache URL läuft.

Ebenfalls praktisch: fällt das Internet (oder die NAS) zu Hause aus, schreit mich der Dienst direkt an, dass die Verbindung verloren gegangen ist. Somit weiß ich direkt Bescheid, wenn zu Hause mal wieder kein Internet funktioniert und hab gleichzeitig eine wunderbare Protokollierung.

Und genau das ist auch gestern passiert. Quasi Punkt 14 Uhr trudelte die E-Mail ein. Ruft inzwischen keinen Herzstillstand mehr bei mir hervor, aber es beginnt das Warten auf die zweite Mail, dass die Verbindung wieder verfügbar ist.

Die kam allerdings nicht und entsprechend bin ich auch mit wenig Vorfreude nach Hause gefahren – ein paar Todos nehm ich schließlich immer mit nach Hause und die lassen sich ohne Internet nur schwer bewältigen.

Per persönlichen Hotspot ging es also direkt auf die Seite des Anbieters – Kontaktformular ausfüllen und seinem Frust Luft machen. So geschehen, aber ich dachte mir, dass ein Anruf nicht schaden kann, immerhin geht es hier ums Internet – das ist ein gottverdammtes Menschenrecht! Da ist Alarm nie verkehrt.

Und dann kam es: statt der üblichen Ansage hat man ein Band davor geschaltet, die mir freundlich mitteilte, dass irgendein Hauptstromkabel durch einen Brand beschädigt wurde und der Kundenservice seine Rechner kaum bis gar nicht mehr nutzen kann. Ich bin dennoch mal in der Leitung geblieben, hab die Finger von den Wahltasten gelassen und wurde somit auch direkt zu einem Mitarbeiter durchgestellt – der im Übrigen ziemlich mit den Nerven am Ende schien.

Kurz vorgestellt und geschildert, dass sowohl Internet als auch Telefon nicht gingen und ich nur so semi-begeistert davon bin. Witzigerweise kam direkt die Nachfrage, ob ich aus Hamburg sei (ich rief übers Smartphone an, war also nicht mal so eben zu identifizieren). War ich und bekam auch direkt die Mitteilung, dass aus Hamburg mal so gar keine Signale mehr kommen würden – alles tot, aber der Techniker ist informiert. Schade, dass Memes nicht übers Telefon funktionieren und so begnügte ich mich mit der Info – Abwarten war angesagt.

Passenderweise hab ich erst vor zwei Wochen meinen Handyvertrag verlängert und von den Magentabrüdern für gleiches Geld eine unbegrenzte Datenflat bekommen – ich wusste doch, dass sich das irgendwann auszahlen würde. Nur dass das so früh passiert, war nicht geplant.

Zeigt aber auch: wenn es kommt, dann so richtig dicke.

Internet hab ich mittlerweile wieder, ein paar Stunden später hat sich auch der Anbieter gemeldet: man wisse noch nicht, wann das Kabel repariert sei und alles wieder zur Verfügung stünde.

Darauf hab ich allerdings nicht mehr reagiert – wer weckt schon gern schlafende Hunde. Oder Herrn Beck, an den die Nachricht adressiert war …

Über Martin

Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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