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Gedanken-Tüdelüt (51): Dann hab ich einfach mein iPhone aufgeschraubt

Super-Gau: mein iPhone war kaputt. Das Ding, für das ich zwei Doppelhaushälften und ein Barvermögen im Wert von 3 Fabergé-Eiern hingeblättert hab – dieses Telefon, dass ich nur zu 2% zum Telefonieren nutze – es war einfach kaputt.

Dabei achte ich doch mehr auf mein iPhone, als darauf, ob ich das Haus tatsächlich mit Hose verlasse. Ich hab sogar diverse Hüllen getestet, um die perfekte zu finden: Rundumschutz, der auch ein kleines Stück über den Displayrand hinausgeht, gleichzeitig müssen aber noch diverse Ladekabel trotz dicker Hülle nutzbar sein. Ein sehr großes Problem, denn ich hab auch diverse Docks ausprobiert, die dank dem dickeren Rand nicht nutzbar waren.

Und nach all den Kosten und der Mühe – übrigens auch der Grund, warum der Berliner Flughafen nicht fertig wird, man muss halt Prioritäten setzen – ist es dann doch passiert: iPhone kaputt. Zwar noch nutzbar, aber eben kaputt.

via Giphy

Fiel mir natürlich erst irgendwann auf, denn das iPhone ist die meiste Zeit in besagter Hülle. Aus einem Anfall von Risikofreude hab ich es aber doch mal aus seinem Kokon entfernt und musste feststellen: der Akku hat sich weiter ausgedehnt als Donald Trumps Ego. Mit dem Ergebnis, dass das Frontdisplay angehoben wurde. Eine Welt brach zusammen, denn wie jeder weiß: iPhone kannste nicht selbst reparieren. Da hilft nur einschicken, 12 Jahre warten und dafür noch mal den doppelten Preis zahlen.

via Giphy

Und doch hab ich mal einen Blick in dieses Internet geworfen und mal danach gesucht, ob eine Reparatur zu Hause nicht doch möglich ist. Schließlich konnten wir bei unserem Nokia 5110 die Akkus auch einfach tauschen – warum soll denn das bei einem deutlich moderneren, viel teureren, viel komplizierteren Gerät von einer völlig anderen Firma nicht gehen?

Und siehe da, geht. Ein paar Videos später war dann die Bestellung für einen neuen Akku und das passenden Werkzeug abgesetzt – am nächsten Tag war alles da. Dazu kommt noch mein unglaubliches Talent, dass ich Dinge besonders gut auseinander bauen kann. Auseinander – nicht zusammen. Was man gerade bei einem Gerät, dass doppelt so viel Wert wie das Bernsteinzimmer hat, durchaus mal unter Beweis stellen kann, für irgendwas müssen doch die beiden linken Hände, die mir der liebe Gott gegeben hat, gut sein.

Dank diesem Video war es dann aber doch ein Kinderspiel, auch wenn mir die Pinzette in der Bestellung gefehlt hat – ein sauber gewischter Schreibtisch, sortierte Schrauben direkt nach dem Rausdrehen und ein Gin Tonic in Griffreichweite sei Dank:

Und darauf bin ich sogar recht stolz, denn zum einen war das unfassbar unkompliziert (abgesehen davon, dass mir natürlich so ein oller Klebestreifen gerissen ist und ich echt viel Gewalt anwenden musste, bis der verdammte Akku draußen war), zum anderen ist es schon erstaunlich, wie viel Angst man um sein Gerät, Leib und Leben hat, wenn man erstmal weiß, dass der Akku in der Theorie kurz vorm explodieren ist – zum Glück hab ich zu keinem Zeitpunkt darüber nachgedacht, wie lange das Ding schon kaputt war. Auch jetzt nicht. Nie.

Interessant ist zudem: eigentlich hat sich der Akku gar nicht ausgedehnt, sondern nur die Luft zwischen Akku und seiner komischen Schutzhülle. Da weiß auch nur der Profi, ob es nicht auch ein kleines Loch zum Luftablassen getan hätte – aber sicher ist sicher.

BTW: Garantie ist schon letztes Jahr abgelaufen. Mit Garantie hätt ich das Ding zum Apple Store gebracht. Vielleicht.

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