Line backt klassische Pizza Margherita

Line backt klassische Pizza Margherita

Als ich vor einigen Jahren die Lust und den Spaß am Kochen und Backen entdeckte, verschwanden gleichzeitig Tiefkühl- und Fertigessen von meinem Speiseplan. Auf einmal beschäftigte man sich mehr mit Ernährung und Inhaltsstoffen und wenn man sich mal die Zutatenliste mancher Fertiggerichte anschaut, dann lernt man selbstgekochtes Essen noch mehr zu schätzen.

Ich war auch vorher nie ein großer Fan von TK-Gerichten, aber Pizza kam dann doch ab und zu auf den Tisch. Dabei muss ich gestehen, dass ich in besonders stressigen Arbeitswochen auch jetzt noch ab und zu darauf zurückgreife. Aber auch dann versuche ich erst, eine gesündere Alternative zu finden. Manchmal ist das jedoch einfach nicht möglich oder schlichtweg zu anstrengend.

Gerade auf TK-Pizza weitestgehend zu verzichten, fällt mir allerdings auch nicht besonders schwer, da mich Pizza im Allgemeinen nicht mehr so sehr reizt. Wenn ich an eine dick-belegte Pizza mit viel Käse denke, dann läuft mir nicht unbedingt das Wasser im Mund zusammen. Martin dagegen isst sehr gerne Pizza – ob TK oder frisch spielt dabei eigentlich keine große Rolle. Daher hab ich diese klassische Pizza Margherita auch eher ihm zuliebe gebacken und hatte keine allzu großen Erwartungen.

Und dann wurde ich überrascht: Der Boden war perfekt luftig und doch dünn und kross, die selbst eingekochte Tomatensoße würzig und aromatisch und zusammen mit dem Mozzarella einfach ein Gedicht. Und das ist jetzt keineswegs übertrieben, aber diese Pizza war einfach himmlisch. Wer Pizza Margherita zu langweilig findet, der soll einmal eine selbst backen und auch die Tomatensoße selbst einkochen. Dazu einen guten Mozzarella und ihr werdet nie wieder behaupten, dass dies eine öde Kombination sei. Das ist eine Geschmacksexplosion sondergleichen.

Klassische Pizza Margherita

Zutaten für 4 Pizzen:

500 g Mehl (Type 550 oder Pizzamehl)
1/2 Würfel frische Hefe (21 g)
1 Dose Tomaten (ca. 850 ml)
3 EL Olivenöl
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 TL getrockneten Oregano
1 Topf Basilikum
2 Kugeln Burratakäse (oder Mozzarella)
Zucker
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Die Hefe in 1/4 l lauwarmes Wasser bröckeln und zusammen mit 1 TL Zucker darin unter Rühren auflösen. Etwa 5 Minuten lang stehen lassen, bis es leicht schäumt. Die 500 g Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde in der Mitte bilden. Das Hefewasser in die Mulde gießen und dann alles zu einem Vorteig verkneten. Diesen dann zugedeckt an einem warmen Ort ca. 30 Minuten lang gehen lassen.
  2. Anschließend 1/2 TL Salz und 2 EL Öl zum Vorteig geben und erst mit den Knethaken eines Rührgerätes, dann mit den Händen ca. 10 Minuten lang zu einem glatten Teig verkneten. Das lange Kneten ist hierbei wirklich notwendig, damit ein geschmeidiger Teig entsteht. In Viertel teilen, Kugeln formen und diese noch einmal 30 Minuten lang gehen lassen.
  3. In der Zwischenzeit die Tomatensoße zubereiten. Dazu die Zwiebel und die Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Beides in 1 EL Olivenöl in einer Pfanne andünsten. Die Tomaten samt Saft dazugeben, dabei entweder durch die Hände gleiten lasse und zerdrücken oder direkt in der Pfanne mit einem Pfannenwender. Aufkochen lassen und mit getrockneten Kräutern würzen. Bei schwacher Hitze dann 30-40 Minuten lang einkochen lassen. Währenddessen den Basilikumblätter abzupfen, waschen und ca. die Hälfte kleinhacken. Den gehackten Basilikum auch zur Tomatensoße geben. Mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Die Burrata- oder Mozzarellakugeln in feine Scheiben schneiden.
  4. Den Ofen auf 250°C Ober- Unterhitze und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Teigkugeln auf einer bemehlten Arbeitsfläche rund ausrollen und jeweils zwei Pizzaböden auf ein Backblech legen. Mit Tomatensoße bestreichen und mit Mozzarella (Burrata) grob belegen. Einige Basilikumblätter auf der Pizza verteilen, den Rest zum Garnieren beiseite legen. Die Pizzen im heißen Ofen für ca. 13 Minuten lang backen.

Guten Appetit!

Line backt klassische Pizza Margherita

Line backt klassische Pizza Margherita

Auch Martin war sehr begeistert und meinte, es sei eine der besten Pizzen, die er je gegessen habe. Konkurrenz ist dazu nur die Pizza aus der Pizzaria Via Vai Pizza Al Taglio bei uns in Altona, die – zugegebenermaßen – auch sehr lecker ist. Ich habe jedenfalls meinen Appetit auf Pizza wiedererlangt und will in Zukunft ein paar Variationen ausprobieren, die ich mir gut vorstellen könnte, wie zum Beispiel grünen Spargel und Crème Fraîche oder drei-Käse mit Rosmarin.

Über Line

Sängerin, Gelegenheitsgenießerin, Fotografie-Liebhaberin, manchmal eine Herausforderung, literaturbegeistert, verrückt nach Sommer, Sonne, Strand und Meer, moralisch flexibel und gekommen, um zu bleiben. Alle Beiträge von Alina ansehen.

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