Nur einem Dachdecker über die Schulter geschaut
Ich lehn mich vermutlich nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte: Handwerker sind die wahren Gewinner der aktuellen Zeit. Ich mein, sieht man ja aktuell schon daran, dass man nur noch extrem schwer einen Handwerker-Termin bekommt. Ist eben auch die Folge davon, dass uns jahrelang eingetrichtert wurde, dass wir alle studieren und irgendwelche Kopfarbeit lernen müssen – nur um dann nach und nach durch KI ersetzt zu werden. Da kann sich der glücklich schätzen, der noch was Handfestes gelernt hat und mit seinen beiden Händen was auf die Beine gestellt bekommt.
Sicher, das ist dann doch zu polemisch und zu undifferenziert beleuchtet, aber ich ziehe meinen Hut vor jedem Handwerker, der Qualitätsarbeit abliefert und blicke da auch ein bisschen neidisch drauf, denn das ist doch einfach nur geil, wenn du da am Ende was Erschaffen hast. Bisschen auf der Tastatur rumtippen kann jeder, aber mit den eigenen Händen was bauen, was Hand und Fuß hat, das ist doch wirklich geil.
Entsprechend könnt ich auch stundenlang zuschauen, wie der Typ hier das Dach deckt und da einfach jeder Handgriff sitzt.
Und ein bisschen werd ich diese Woche auch Handwerker, denn ich hab letzte Woche Bretter, Schienen und Regalträger besorgt und werde Freitag unsere Vorratskammer endlich mal ins 20. Jahrhundert hieven. Billo-Holzregale raus, Laser angeknipst und dann mal ein Regalsystem da reingezimmert – ich kann gar nicht sagen, wie viel Bock ich darauf hab.
Bis dahin aber erstmal noch ein bisschen Dachdecker-P0rno:
Ich mag sowas einfach sehr.
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