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So geht Community. Nicht. - Gedankentüdelüt (107) | Was is hier eigentlich los

So geht Community. Nicht. - Gedankentüdelüt (107)

So geht Community. Nicht. - Gedankentüdelüt (107) | Kolumne | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Schon vor einigen Jahren habe ich damit begonnen, Beiträge hier auf wihel.de in die gängigen sozialen Netzwerke zu blasen. Macht ja bekanntlich nahezu jeder, führt auch kein Weg dran vorbei – wie soll man neue Leser finden, wenn man den Content nicht dahin bringt, wo die Nutzer sind? Aufgrund von Algorithmen und den sonstigen Nervereien, die die sozialen Netzwerke über die letzten Monate und Jahre mit sich bringen, läuft das inzwischen recht unkuratiert ab – auf Fragen und Kommentare reagier ich zwar, aber im Grunde ist es wirklich nur ein blasen.

Für mich ist es eigentlich auch immer so, dass man den ganzen Spaß konsumieren kann, wenn man will – oder man ignoriert ihn eben. Wie man das eben auch mit seinen RSS-Feeds macht: hab ich Bock auf den Inhalt, abonnier ich – ist der Bock vorbei, wird wieder abbestellt. Und natürlich gibt es keinen Feed, bei dem ich wirklich jeden Beitrag für lesenswert halte, muss ich ja aber auch nicht.

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Lange Rede, kurzer Sinn: raus mit dem Content unters Volk und wer drüber stolpert und es gut findet, bleibt vielleicht hängen.

Vor ein paar Wochen hab ich angefangen, den ganzen Spaß auf Google+ ein bisschen auszuweiten. Ist ja eh kaum einer, da kann man ruhig mal ein bisschen testen, zumal mir dieses Netzwerk nicht wirklich am Herzen liegt. Also bin ich in diverse Communities eingetreten, hab mir den Content angeschaut und was von mir passt, wird da ebenfalls reingeblasen. Dazu ein Link für die, die gern mehr sehen wollen.

Was recht gut läuft, sind die kurzen Beiträge zum Ende des Tages. Nutze ich vorrangig um die Netzwerke ein bisschen zu bespaßen – je kürzer und stumpfer der Inhalt umso besser für Facebook und Co.

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Das lief auch einigermaßen okay – bis auf letzter Woche in einer Community. Zum Hintergrund muss man noch wissen, dass dort vornehmlich „lustige“ Bilder gepostet werden, wobei lustig in der Mehrzahl bedeutet: dämliche Bilder mit irgendwelchen pseudolustigen Sprüchen drauf. Findet nicht mal meine Mutter lustig, aber Geschmäcker sind ja unterschiedlich. Worüber die einen Lachen, finden die anderen langweilig und datenmmüllig und andersherum – gilt sicher auch für meine Inhalte.

Tatsächlich kam es aber nun zu folgendem Schlagabtausch (der Beitrag dazu hier):

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Und das finde ich sehr bemerkenswert. Nicht nur, dass man hier schnell mal von Zensur sprechen kann (wobei das natürlich die Spielwiese der Community-Betreiber ist – soweit würde ich also nicht gehen wollen), aber bemerkenswert ist vor allem, dass es gerade in diesen Humor-Communities immer wieder Diskussionen in diese Richtung gibt.

Könnte ich noch nachvollziehen, wenn die Beiträge so gar nicht zum eigentlichen Thema passen würden, aber so ein Fass aufzumachen wegen einem Link? Wo sind wir denn hier? Zumal die Diskussionsbereitschaft mehr als fragwürdig ist. Nicht, dass mich das ärgern würde, aber es zeigt mal wieder das grundsätzliche Problem des Internets und vielleicht auch unserer Gesellschaft: miteinander reden findet kaum bis gar nicht mehr statt. Kann ich verstehen bei Leuten, die sich komplett quer stellen und jeglichen Intellekt vermissen lassen – hab ich auch keinen Bock drauf. Aber die Nummer war dann doch bemerkenswert.

Schade eigentlich – schließlich hätten ja beinahe alle was vom Zusammenspiel haben können. Aber Arschlöcher gibt es halt überall.

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Über Martin

Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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