Wie man sich Haushaltsroboter 1966 vorgestellt hat
Bisschen witzig ist es ja schon, dass die BBC 1966 behauptet hat, dass wir kurz davor sind, endlich Haushaltsroboter zu bekommen – die Geschichte hat uns da anderes gelernt. Aber hey, immerhin haben wir jetzt künstliche Intelligenz. Naja und ein bisschen Krieg hier und da, krankes Wetter, dafür aber auch eigentlich immer eine Bratwurst auf dem Grill. Ist nicht alles schlecht heutzutage, nech?
Und irgendwie wird ja auch an Robotern gebastelt, wobei da in meiner Timeline nach wie vor die Videos überwiegen, wo die Dinger einfach umfallen und dann unkoordiniert strampeln. Aber kann ja alles noch kommen, ich mein, ist ja auch nicht so, als ob nicht noch immer Dinge passieren, die so keiner auf der Bingo-Karte hatte.
So absurd die Vorstellungen von damals auch waren, ein bisschen niedlich sind sie schon und irgendwie mag ich sie auch, denn vermutlich würde sich keiner dagegen wehren, eine kleine Mabel bei sich Zuhause zu haben. Denn die kann eigentlich alles, was nur bedingt viel Spaß macht: Tee kochen, Bad einlassen, Betten machen, Staubsaugen, Schuhe putzen, Essen kochen, Abwaschen, Gassi gehen, sich ums Baby kümmern, sich um Rechnungen kümmern, Cocktails mixen, zur Tür gehen und wenn es sein muss, verteidigt sie auch das eigene Grundstück.
Und das alles für läppische 500 britische Pfund. So zumindest hat es damals Professor Thring vom Department of Mechanical Engineering of Queen Mary College behauptet und meinte, dass es spätestens 1976 so weit sein wird:
Meet Able Mabel, the incredible robotic housekeeper, whose only function is to make your life more leisurely. She'll make your tea (milk, no sugar thanks), run your bath, make your bed, do the vacuuming, shine your shoes, dust your ornaments, cook your dinner and do the dishes afterwards, walk the dog, mind the baby, do the shopping, check the bill from your Paris dress designer (we've all got one), mix cocktails, answer the door, defend your property from burglars and even do that most soul-crushing chore of all, the ironing. Yours for just £500.
Too good to be true? Well in 1966 it is, but if Professor Thring at the Department of Mechanical Engineering of Queen Mary College has his way, by 1976 there could be an Able Mabel in every home. He shows us some of the robotic prototypes he has been working on.
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Schon ein bisschen schade, dass es dann doch anders kam. Auf der anderen Seite: Wir wüssten ja gar nicht, was wir mit all der gewonnen Freizeit hätten anfangen sollen ...
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