Martin
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Zu Besuch im Svalbard Global Seed Vault

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Was es nicht alles für verrückte Orte auf der Welt gibt, von denen wohl die Wenigsten gehört haben. Spontan fällt mir da die Filmsammlung in den Staaten ein, die nicht nur einzigartig, sondern auch von unfassbarem Wert ist.

Artähnlich verhält es sich auch mit dem Svalbard Global Seed Vault, in dem auch Zeug gesammelt und schlichtweg gelagert wird – allerdings nicht für die Leinwand. Denn im Svalbard Global Seed Vault wird schlichtweg treuhänderisch Saatgut gelagert. Also Pflanzensamen, wie man sie in jedem gut ausgestatteten Gartencenter finden kann.

Der Sinn dahinter ist ebenfalls ein ganz simpler: Schutz der Arten- und VarietätenDiversität. Also ein Archiv der unterschiedlichsten Pflanzenarten, nur halt in Samenform. 2006 fand der erste Spatenstich statt, in 2007 nahm die Saatgutbank offiziell ihren Betrieb auf. Mehr als 4,5 Millionen Samenproben lagern dort mittlerweile, wobei jede Probe aus ca. 500 Samen besteht – also insgesamt 2.250.000.000 Samen sind dort eingelagert.

Dass das nicht ganz billig ist, erklärt sich von selbst: mehr als 45 Millionen US-Dollar hat allein das Errichten gekostet, jährlich kommen noch mal 250.000 Euro an Betriebskosten hinzu. Und selbst bei diesen Kosten können wir nicht von einer unendlichen Beständigkeit sprechen (immerhin wurde das Ding so konzipiert, dass es sowohl einer Atomkatastrophe als auch einem Flugzeugabsturz standhalten soll), denn im Sommer 2008 machte der Klimawandel selbst diesem Tresorzu schaffen – der Permafrostboden begann zu tauen und hat die Statik des Gebäudes gefährdet.

Auch wenn es letztendlich nur darum geht, die Samen einfach aufzubewahren – ich find das irgendwie wieder megaspannend:

Located in the arctic circle, The Global Seed Vault isn’t simply just a large storage facility for seeds from around the world. The vault is protecting the world’s agricultural genetic diversity and protecting our future food supply in case of catastrophe.

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