Martin
Du bist ein Gewinn: Die Warenretter | Was is hier eigentlich los? | wihel.de
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Du bist ein Gewinn: Die Warenretter

Du bist ein Gewinn: Die Warenretter | Awesome | Was is hier eigentlich los? | wihel.de
© Innatura gGmbH

Der Klassiker auch bei uns zu Hause: Kleiderschrank voll und trotzdem nichts anzuziehen. Was eigentlich ein traurig-schlechter Witz ist, ist gleichzeitig auch bittere Realität. Denn regelmäßig sortieren Line und ich unsere Kleiderschränke aus und freuen uns über den neu gewonnenen Platz und die endlich wiedergefundene Ordnung – nur um dann ein paar Monate später wieder in der gleichen Situation zu sein. Kein Platz und das, was wir haben, gefällt auch nicht mehr so richtig.

Das Problem haben wir aber nicht nur bei Klamotten, sondern auch bei fast allen anderen Sachen, die sich in unserem Haushalt tummeln. Das kann Geschirr sein, das die Familie uns mit gutem Hintergedanken geschenkt hat, was aber einfach auch nicht mehr zu uns passt. Genauso Bücher, CDs, Playstation-Spiele oder sonstiges Hab und Gut.

Nichts, was nicht jeder irgendwie kennt: man sieht irgendwo was Schönes, muss es unbedingt haben und nach ein paar Monaten weiß man einfach nicht mehr, was man damit anfangen soll. Wer die Mühe nicht scheut, schleppt den Kram zum Flohmarkt und versucht wenigstens noch, den Verlust zu begrenzen. Alle anderen werfen die Sachen einfach auf den Müll. Braucht man ja nicht mehr und was kostet schon die Welt?

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Dazu haben wir bis vor ca. 1,5 Jahren auch gehört. Bis wir uns gefragt haben, warum es denn eigentlich immer der Müll sein muss? Eigentlich sind die Sachen ja noch gut, vielleicht die eine oder andere Gebrauchsspur – aber sonst? Eigentlich viel zu schade zum Wegwerfen. Aber dafür jetzt extra Aufwand betreiben, nur wegen ein paar Cent – das muss auch nicht unbedingt sein.

Glücklicherweise haben wir in unmittelbarer Nähe ein Second-Hand-Kaufhaus. Das sieht nicht sehr schmuck aus und wahrscheinlich würdest du da nicht zwingend einkaufen gehen – unser Geschmack ist es auch eher selten. Aber es ist eben eine Möglichkeit für alle, die jeden Cent zwei bis drei Mal umdrehen müssen, doch was zu finden. Das Gute dabei ist: man kann dort Sachen einfach spenden. Die werden dann bei Bedarf aufbereitet und zum Verkauf angeboten. Und genau da bringen wir unseren Kram mittlerweile regelmäßig hin. Sichert nicht nur deren Arbeitsplätze, sondern macht vielleicht noch jemand anderen glücklich. Denn wie schon gesagt: warum die Sachen wegwerfen, wenn andere damit noch etwas anfangen können?

Die Innatura gGmbH

Nach ähnlichem Prinzip arbeiten die Warenretter von der Innatura gGmbH. Das junge Sozialunternehmen aus Köln vermittelt eigentlich einwandfreie Produkte, die aber wegen Kleinigkeiten nicht in den freien Handel kommen, an bedürftige Organisationen.

Wusstest du zum Beispiel, dass jährlich Waren im Wert von mehr als 7 Milliarden Euro vernichtet werden – weil zum Beispiel ein Etikett falsch drauf gedruckt oder die Befüllung ein bisschen ungenau ist? 7. Milliarden. Euro. Einfach für Tonne. Was wie purer Wahnsinn gilt, hat allerdings einen Grund, der allerdings nicht weniger bescheuert klingt:

Eine Firma, die Produkte vernichtet, kann diese einfach abschreiben. Werden Produkte allerdings gespendet, gelten sie wie Umsatz (auch wenn nicht wirklich Geld geflossen ist) und müssen entsprechend verbucht werden, was wiederum das Finanzamt auf den Plan ruft und steuerlich behandelt werden muss. Bedeutet am Ende des Tages, dass das Unternehmen nicht nur keinen Gewinn macht, sondern noch ordentlich oben draufzahlt. Das macht zumindest die Handlung von so manchem Unternehmen ein bisschen nachvollziehbarer – besser wird die ganze Geschichte aber dennoch nicht.

Und die Arbeit von Innatura macht es auch nicht leichter, aber umso höher muss man diese anerkennen. Da ist es gleich noch mal bemerkenswerter, dass die Jungs und Mädels im letzten Jahr insgesamt 580 Tonnen fabrikneuer Waren – man muss sich das einfach immer wieder auf der Zunge zergehen lassen – vor der Vernichtung retten konnten.

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gGmbH – Die müssen doch auch was verdienen oder?

Natürlich. Gerade weil die gesetzliche Regelung so gestrickt ist, dass die Innatura gGmbH nicht förderwürdig ist, da sie nicht direkt mit den Begünstigten zusammenarbeitet, sondern an weitere Organisationen „nur“ vermittelt. So kommt es auch, dass die Organisationen tatsächlich für die Produkte zahlen müssen – allerdings einen Preis, der zwischen 5 und 20% vom niedrigsten Einkaufspreis liegt. Was wiederum bedeutet, dass sie mal eben ca. 80% beim Einkauf sparen und so Gelder für andere Aktivitäten und dringend benötigten Bedarf frei haben.

Dass man davon aber keine Firma am Leben erhalten kann, erklärt sich auch – umso dankbarer muss man auch den Gesellschaftern sein, die Geld in die Innatura stecken.

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Und was haben die Unternehmen davon, zu spenden?

Wie gesagt, finanziell bringt es nicht wirklich Vorteile, zumindest nicht direkt. Aber zum einen ist es natürlich wesentlich sinnvoller, zu spenden, als einfach wegzuwerfen. Gleichzeitig zeigt das Beispiel Procter & Gamble, dass sich durch die Spenden die Abfallquote deutlich reduziert hat. Und das bringt dann wiederum den netten Nebeneffekt, den einen oder anderen Nachhhaltigkeitspreis zu gewinnen.

Das kann dann auch mal schnell größere Partner anlocken – wie zum Beispiel Amazon. Der Online-Versandriese ist ja immer wieder mal in den Schlagzeilen, meist nicht unbedingt im positiven Sinne. Aber wer mittlerweile im siebenstelligen Wert Waren spendet, verdient durchaus Anerkennung.

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Dann ist das ja eine gute Sache!

Das ist es, zumal es eigentlich für alle eine Win-Win-Situationen ist. Für Firmen, die ihre Waren spenden, ist das ein ziemlich leichter Weg, sein Image aufzupolieren und etwas für die gute Sache zu tun. Gleichzeitig profitieren eine Vielzahl von sozialen Aktionen an den extrem günstigen Preisen für eigentlich makellose Produkte. Und die Innatura schafft die perfekte Brücke zwischen Angebot und Nachfrage im sozialen Bereich.

Und die Moral von der Geschicht‘

Denk auch du das nächste Mal einfach kurz nach, ob du wirklich etwas wegschmeißen willst – oder ob dein Hab und Gut dir einfach nur nicht mehr gefällt und jemand anderes es vielleicht gebrauchen kann und glücklich macht. Und dann schaust du einfach mal, ob es nicht vielleicht doch irgendwo eine Organisation wie die Innatura gibt, die deinen Kram gebrauchen kann. Mehr als Nein sagen können sie nicht.

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Hintergrund

Die Innatura gGmbH ist eines von vielen Projekten, die die in ihrem Online-Magazin „Du bist ein Gewinn“ vorstellt und so mehr Aufmerksamkeit für soziale Projekte schaffen will – unter anderem gibt es dort ein spannendes Interview mit der Gründerin. Das können sowohl Projekte sein, die von der Fernsehlotterie gefördert werden oder – wie die Innatura gGmbH – den Förderkriterien der Fernsehlotterie nicht entsprechen, aber dennoch Gutes tun und dementsprechend Anerkennung für ihr soziales Engagement verdienen. Denn eine Forsa Umfrage aus dem Jahr 2015 hat gezeigt: Ein Drittel der Deutschen sind der Ansicht, dass Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und gegenseitige Unterstützung – also Solidarität – in Deutschland schwach bis sehr schwach ist. Man muss nur mal den Fernseher einschalten, um zu sehen, was gemeint ist. Als traditionsreichste Soziallotterie in Deutschland ist es der Deutschen Fernsehlotterie daher von Natur aus ein Anliegen, mit finanzieller oder eben ideeller Unterstützung zu einem besseren Miteinander beizutragen.

Da ist eine eigene Plattform ein guter Schritt in die richtige Richtung.

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Insofern lohnt sich natürlich auch ein regelmäßiger Blick auf du-bist-ein-gewinn.de – dort finden sich noch viele weitere Projekte, die Aufmerksamkeit und Unterstützung verdienen. Und sei es zunächst nur, dass darüber gesprochen wird.

Schließlich sind wir alle in der Pflicht.

[mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Fernsehlotterie]

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