Martin
Ein Rant, der kein Rant mehr sein wollte | Was is hier eigentlich los?
Home > Gadgets & Technik > Bloggerei > Ein Rant, der kein Rant mehr sein wollte

Ein Rant, der kein Rant mehr sein wollte

Ein Rant, der kein Rant mehr sein wollte | Bloggerei | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Ich weiß nicht, ob es meinen Bloggerkollegen ähnlich geht wie mir, aber immer wieder wenn ich den Feedreader durchforste, werde ich unglaublich wütend. Wobei, eigentlich müsste ich eher sagen, dass ich wütend wurde – mittlerweile kann ich nur noch den Kopf schütteln.

Ich glaube, es war letzte Woche, als ich schon mal eine kleine Ankündigung zu diesem Post schrieb. Seit dem sind ja wieder ein paar Tage vergangen und ich hatte sogar schon überlegt, das Ganze einfach zu lassen – ich hab mich schließlich hier schon mal ausgekotzt.

Worüber ich ursprünglich schreiben wollte, waren nur ein paar wenige Punkte – die allein können einen aber ziemlich auf die Palme bringen. Und hätte ich größere Eier, würd ich hier auch direkt Namen nennen und anprangern. Hab ich aber nicht. Noch nicht.

Bilderpostings mit nur einem Satz

Zugegeben, hin und wieder mach ich das ja auch. Manche Bilder sind einfach sehr witzig – die kann man schon mal auf den Blog hauen. Wenn ich aber sehe, dass es Seiten gibt, deren Content zu 40 – 60% nur daraus besteht, irgendein Bild zu posten, da einen lieblosen Satz drunter zu klatschen und sich über die dämlichen Likes zu freuen … findet ihr das wirklich gut? Ist das euer Anspruch?

Masse statt Klasse

Zugegeben, auch wir posten hier mittlerweile recht viel und es gibt auch Postings, die sind eher schlecht als recht – dennoch behaupte ich für mich, dass eine gewisse Grundqualität noch vorhanden ist. Nicht zwingend durch die Texte, aber dann wenigstens zum Beispiel durch den Videoinhalt. Wenn ich dann aber Seiten sehe, die einfach nur ALLES lieblos raushauen, was sich irgendwie verwenden lässt … findet ihr das wirklich gut? Ist das euer Anspruch? Rausrotzen, bis man kotzen könnte?

Quelle – Fehlanzeige

Der letzte Punkt, der mich am meisten ankotzt. Mittlerweile seh ich es immer häufiger, dass es auf diversen Blogs keine Quellenangabe gibt. Wenn ich zum Beispiel sehe, dass Blogger XYZ neuerdings nur noch Kunst- und Designkram bringt, aber unter 9 von 10 Beiträgen keine Quelle genannt wird – ernsthaft, glaubt ihr wirklich, dass ich davon ausgehe, dass ihr das alles selber gefunden habt? Wie macht ihr das? Bei Google „geiler Künstler“ eingeben und die Suchergebnisse durchforsten? Macht euch doch nicht selbst lächerlich!
Und ja, auch wenn Content schon auf ALLEN anderen Seiten im Netz zu finden war ist das kein Grund, so zu tun, als sei man der Held vom Erdbeerfeld. Keine Ahnung, ob ihr das für euer Ego braucht – aber dieser Linkgeiz ist einfach nur erbärmlich und schadet euch (hoffentlich) am Ende selbst.

Wie gesagt, mittlerweile seh ich das alles nicht mehr wirklich mit Wut im Bauch. Ihr haut lieblos Content raus ohne Ende? Na dann macht doch. Die BILD hat ja schließlich auch ihre Existenzberechtigung und jeder kann tun und lassen, was er will. Euer Blog besteht nur noch aus Bildern und einem Satz darunter? Von mir aus – wenn ihr nicht zu mehr in der Lage seid.

Ihr wollt keine Quellen angeben und so tun, als seid ihr der Geilste und habt den Content ganz allein gefunden? Von mir aus tut das. Aber ich mach mir mittlerweile die Mühe und such mir dann einfach andere Blogs, die den Content gebracht haben, Quellen angeben und verlinke auf die – das ist mir der Mehraufwand wert. Und nein, da geht es auch nicht nach Sympathie – hier geht es ums Prinzip.

Und da soll sich noch wer wundern, warum die Bloggosphäre (bescheuertes Wort) in Deutschland nicht aus dem Arsch kommt. Aber ihr wisst ja was ihr tut.

Bild via shutterstock.com

Fandest du gut? Dann erzähl es weiter:

Kürzlich

Sag was dazu!

  1. Insbesondere die fehlenden Quellen-Angaben respektive Verlinkungen gehen mir auf den Geist.

    Auch wenn ich einen Mini-Blog habe, freue ich mich, wenn ich verlinkt werde und wenn Blogger das genauso sehen (Maik ist beispielsweise eines der positiven Beispiele :-) ).

    Erst kürzlich habe ich auf Twitter eine Diskussion mit einem Blogger geführt, dessen Posting mehr als offensichtlich von einem Blogbeitrag bei mir inspiriert worden ist. In einer – nicht öffentlichen Diskussion via direct message – kam das auch zum Ausdruck – er sah aber nicht die Notwendigkeit.

    Kann man machen, muss man aber nicht. Ich bin der Meinung, dass Verlinkungen das A und O des Bloggens sind – und darüber hinaus auch gar nicht weh tun. Also: besser machen!

    • Mein Reden. Mittlerweile fällt das auch nicht mehr unter „Vergessen“ – das ist einfach nur frech und dreist.

    • @Ostwestf4le:disqus Hmm, das kaufe ich dir nicht ganz ab Marc, denn oft lese ich Beiträge bei dir, die ein paar Tage später erscheinen, die dann ebenfalls ohne Verlinkung gepostet werden. Das ist keineswegs böse gemeint aber ich kann dir da auch gerne ein paar Beispiele nennen.

      @allgemein ;)

      Ein gemeinsames Miteinader, nicht gegeneinander sollte es geben, dafür sind die meisten Blogger aber einfach zu egoistisch.

      Ich finde es auch immer wieder sehr schade, das sich deutsche Blogger virales Zeug schnappen und ausschließlich Ami-Blogs verlinken.

      • Da steige ich gern ein, Dominik – insbesondere weil mir die Verlinkung wichtig ist (s.o.).

        Sende mir gern mal Belege; entweder hier oder per dm.

        • Das ist mittlerweile schon echt lange her, da du mittlerweile fast ausschließlich unique Beiträge postest. Es ist mir vielleicht einfach auch nur nicht mehr so aufgefallen, da sich die Links manchmal einfach perfekt im Text befinden, wie Werbelinks und dann überlese ich das auch gerne mal.

      • Zu den Ami-Verlinkungen: das würde ich so nicht verallgemeinern. Es ist oft so, dass die Kollegen aus Übersee die Sachen vor den Deutschen haben. Ich les zum Beispiel meinen Feedreader von hinten nach vorne – wo ich etwas zuerst sehe, der bekommt auch entsprechend den Link. Unabhängig von der Nationalität.

  2. Ich habe auch „nur“ einen (oder mehrere) kleine Blogs, aber das gegenseitige Miteinander ist für mich das A&O des Bloggens. Ich verlinke grundsätzlich. Aber auch ich sehe vermehrt Beiträge, wo ich nur den Kopf schütteln kann. Ich bin da auch knallhart. Ich habe diverse Blogs im Feedly-Ordner, die ich in einen Unterordner „Wichtig“ habe, weil ich die eigentlich sehr gern lese. Stelle ich aber fest, dass die mehr und mehr Quatsch schreiben oder einfach nur Bilder posten, dann wandern sie ganz schnell in den Ordner „Beobachten“, den ich nicht mehr so häufig aufrufe wie den „Wichtig“ und wenn sie ihre „Chance nicht nutzen“ sind sie ganz schnell raus aus meinem Feedly.

    Entsprechend nehme ich jederzeit gern neue Blogs auf, wenn mir ein Beitrag gut gefällt und meinen Ansprüchen Genüge trägt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.