Martin
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Gedanken-Tüdelüt (49): Wie ich (sinnlose) Bevormundung hasse

Es zeigt sich mal wieder: wenn man so gar kein Thema für die hat – man muss einfach nur lang genug warten, von irgendwo kommt schon eines her.

Schade nur, dass es meistens die unschönen Dinge sind, die zu diesem Text inspirieren. Gestern jedenfalls bekam ich eine Nachricht, die mich mehr als nervte.

Vor gefühlt hundert Jahren hab ich eine betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen. Muss man machen, sagt nicht nur Mutti und grundsätzlich ist das auch eine coole Nummer. Denn dabei wird ein gewisser Betrag vom Bruttolohn in die Vorsorgekasse eingezahlt und schmälert so den Anteil, auf den Steuern und der ganze andere Schmodder berechnet werden. Heißt schlussendlich: ich zahl mehr Geld ein, als mir am Ende auf dem Konto fehlen. Klingt wie Magie, ist es bestimmt auch – aber immerhin zu meinen Gunsten. So darf Magie immer sein.

Wenn man den Arbeitgeber wechselt, wird auch automatisch der Versicherungsnehmer gewechselt – geht halt vom Bruttolohn ab und somit ist der AG eben involviert (ohne, dass er was macht, außer eben einen Teil hierhin überweisen und einen Teil dahin).

Gestern nun bekam ich die Nachricht, dass das nicht geht. Warum? Weil isso. Aber trotzdem. Und sowieso und überhaupt. Geh weg.

Und damit trifft man bei mir einen Nerv und wedelt besonders heftig mit dem roten Tuch – denn wenn ich eins nicht haben kann, dann sind es genau diese Argumentationen. Nicht—Argumente. Trotz-Argumente. Ohne Begründung sich einfach quer stellen. Das hat schon in der Pubertät bei Muttern genervt und tut es auch heute noch.

Dabei hab ich bei einem gewissen Grad an Bevormundung gar nichts einzuwenden. Andere sind nun mal schlauer und wissen, wie der Hase läuft und wo der Frosch die locken aufhat. Die können gern die Richtung vorgeben und sagen, wo der Barthel den Most usw. Aber es muss nachvollziehbar sein. Schließlich lässt sich mit Logik beinahe alles erklären, sollte es zumindest.

via Giphy

Dazu kommt noch, dass ich mehr als einen Monat auf eine Antwort warten musste – was bei dem Inhalt nur schwer nachzuvollziehen ist, wirkt es doch nicht wie eine spontane Richtlinie. Immerhin geht es hier um nicht weniger als bares Geld. Man munkelt doch heute schon auf der Straße, dass genau das im Alter nicht gerade auf den Bäumen wächst.

Wie das Ganze nun ausgeht, wird sich noch zeigen. Aber Panik beim Makler – der übrigens sehr cool ist und allein deswegen schon meinen Widerwillen begründet – hab ich bereits gemacht. Fehlt eigentlich nur noch die Schrotflinte, Bundeswehrstiefel und der perfekte Zeitpunkt – dann zieh ich in den Krieg.

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  1. Nach knapp 100 Jahren Einzahlung solltest du doch genug Sofortrente beisammen haben, oder nicht? ;)

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