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George FitzGerald - Full Circle | Was is hier eigentlich los

George FitzGerald - Full Circle

George FitzGerald - Full Circle | Musik | Was is hier eigentlich los? | wihel.de

Neue Platte, neuer Horizont: der Brite George FitzGerald kehrte im März 2018 mit seinem zweiten Longplayer All That Must Be zurück - einem Album, mit dem er in der Welt der elektronischen Klänge als ausgefallener Produzent an der Schnittstelle zwischen Song und Track etabliert. Nebenbei beweist er spielerisch, wie sich ein Clubmusik-Macher zu einem gewieften Albumkünstler mausern kann.

Mit einem faszinierenden musikalischen Erzählbogen und unter Mithilfe von Gästen wie dem britischen Produzent Lil Silva, dem Komponisten Bonobo oder der ehemaligen Everything but the Girl Sängerin Tracey Thorn präsentiert er ein melancholisches Album, das seine emotionale Verfassung aus 18 turbulenten, lebensverändernden Monaten bewegend bündelt.

Es dokumentiert die Zeit, in der er seine Wahlheimat Berlin nach zehn Jahren in Richtung London verlässt und ein neues Leben als Vater einer frisch geborenen Tochter beginnt. Nach Jahren im hedonistischen Partyschmelztiegel Berlin, die von ihm fast nur Verpflichtungen wie das Erreichen eines Fliegers zum nächsten Gig abverlangte, hat sich sein Alltag um 180 Grad gewendet.

Drama trifft Frohsinn. Nachdenklichkeit tanzt mit Ausgelassenheit: All That Must Be vereint die unterschiedlichsten emotionalen Zustände spielerisch. Der Party hat FitzGerald nicht völlig den Rücken gekehrt, denn Stücke wie Burns oder Siren Calls zelebrieren hedonistische Club-Ekstase. Der steht eine meditative Seite seines Schaffens gegenüber, die sich in Tracks wie Passing Trains oder der Lil Silva-Kollaboration Roll Back entfaltet.

Ein ausbalancierter Longplayer, der im Clubnebel genauso funktioniert, wie bei einer nächtlichen Autofahrt durch verlassene Bezirke einer x-beliebigen Großstadt dieser Welt. Er umarmt seine Empfänger mit perfekt produzierten elektronischen Arrangements und bleibt trotz aller Künstlichkeit stets charmant menschlich. In Zukunft wird George FitzGerald seine Musik zudem nicht mehr nur als DJ präsentieren, sondern mit einer vierköpfigen Band, damit seine zutiefst leidenschaftliche Musik durch ausdrucksvolles Live-Entertaiment die Herzen noch ein Stück mehr bewegt.

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Über Martin

Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert. Alle Beiträge von Martin ansehen.

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