Line sagt was zu: Superfoods – Gewiefte Marketingstrategie oder doch der Gesundheitskick?

Superfood – auch diesen Begriff hat bestimmt jeder von euch schon mal irgendwo gehört oder gelesen. Die Lebensmittel-Industrie nutzt ihn gerne, um uns weißzumachen, der Inhalt einer bestimmten Verpackung wäre gesund. Dabei machen ein paar Goji-Beeren im Müsli es noch lange nicht zu einer gesunden Mahlzeit, vor allem wenn im Müsli viel Zucker enthalten ist, wie es bei den meisten Sorten der Fall ist.

Superfoods sind eigentlich Nahrungsmittel, die im Vergleich zu den meisten anderen viel mehr Nährstoffe, wie zum Beispiel Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe oder Antioxidantien,
enthalten und somit einen größeren Nutzen für unseren Körper aufweisen. Außerdem handelt es sich bei Superfoods um natürlich, also nicht industriell hergestellte Nahrungsmittel. Und nicht wie die Industrie Glauben machen will, jedes Lebensmittel, in dem eines der sogenannten Superfoods steckt. Man sollte also nicht immer daran glauben, was auf den Packungen steht, sondern am besten die Zutatenliste genauer studieren.

Wenn man aber einige der Superfoods zu sich nimmt, kann das sicherlich nicht schaden, sondern eher positive Auswirkungen auf den Körper haben. Ich habe euch mal einige Nahrungsmittel herausgesucht, denen nachgesagt wird, dass sie eine positive Wirkung auf unsere Gesundheit haben und wie ich sie größtenteils schon in meine Ernährung integriert habe.

Blaubeeren

Blaubeeren sind reich an Antioxidantien, reduzieren das Risiko an Krebs zu erkranken und haben einen natürlichen Anti-Aging Effekt. Gegen Krampfadern wirken sie angeblich auch präventiv. Außerdem haben sie eine Menge andere Vorteile und sind eine wahre Vitaminbombe. Sie enthalten viel Vitamin C und helfen so bei Akne, beugen Hautalterung vor und sollen sogar bei Cellulite helfen. Zudem steigern Blaubeeren die kognitiven Funktionen, sollen das Erinnerungsvermögen verbessern und Gedächtnisprobleme, die mit dem Alter auftreten, verlangsamen. Ich esse sie gerne im Joghurt, mit Müsli, einfach pur oder tu sie in mein „Infused Water“.

Line sagt was zu: Superfoods – Gewiefte Marketingstrategie oder doch der Gesundheitskick?

Acai-Beeren

Genau wie Blaubeeren enthalten auch Acai-Beeren viele Antioxidantien, allerdings weniger als Blaubeeren. Auch sie wirken daher präventiv gegen Hautalterung, Cellulite und kurbeln den Stoffwechsel an. Bekannt ist die Acai-Beere vor allem durch die zahlreichen Posts der „Acai-Bowl“ auf Instagram, bei der die Beere mit anderen Zutaten zusammen smoothie-artig püriert wird und dann mit Samen, Früchten oder Kernen garniert.

Avocado

Avocado ist die fettreichste Frucht, die es gibt und deckt ein Drittel des Tagesbedarfes an Ballaststoffen. Sie enthält Ölsäure, die den Cholesterinspiegel senkt, Eisen, entwässerndes Kalium, Folsäure und Vitamin E. Zwar hat sie wegen ihres hohen Fettgehalts auch viele Kalorien, aber da es sich überwiegend um einfach ungesättigte Fettsäuren handelt, welche für ein gesundes Herz-Kreislauf-System sorgen, tut man dem Körper mit dem Verzehr nur Gutes. Meist esse ich Avocado auf Brot zusammen mit Tomaten und gewürzt mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft. Aber auch im Salat, in Wraps oder als Guacamole schmeckt Avocado einfach hervorragend. Ohne sie könnte ich schon gar nicht mehr leben, ich liebe den Geschmack einfach.

Mandeln

Mandeln enthalten wie beinahe alle Schalenfrüchte viel Fett, welches aber hauptsächlich einfach ungesättigte Fettsäuren sind, außerdem viele Ballaststoffe und Magnesium, Kalzium und Vitamin B und E. Auch sie helfen bei Bluthochdruck, bei der Verdauung und wirken Krebs entgegen. Mandeln esse ich ehrlich gesagt selten in ganzer Form mit Haut, sondern eher gehackt in meinem Müsli oder Porridge.

Haferflocken

Haferflocken haben einen sehr hohen Ballaststoffgehalt und sind damit der perfekte Sattmacher, verlangsamen den Nährstoffabbau und steigern den Blutzucker so sehr langsam. Zudem beugen sie so Heißhungerattacken vor und kurbeln die Verdauung an. Auch Eiweiß und verschiedenste Mineralstoffe sind in Hafer enthalten. Besonders gut kann man Haferflocken in Form von Müsli oder Porridge morgens essen, da sie wie gesagt lange sattmachen. Aufgekocht mit (Kokos-, Mandel-, Haselnuss-, Soja-) Milch, gewürzt mit Zimt und garniert mit frischem Obst ist Porridge das perfekte Frühstück.

Grüner Tee

Auch grünem Tee wird wieder die Senkung des Cholesterinspiegels gutgeschrieben, außerdem kurbelt er Stoffwechselprozesse im Körper an und soll so die Fettverbrennung anregen. Er hilft bei Kopfschmerzen, Depressionen, Bluthochdruck und soll Alzheimer vorbeugen. Das alles liegt wieder an den vielen verschiedenen Antioxidantien, die im grünen Tee enthalten sind. Des Weiteren steigert grüner Tee die Aufmerksamkeit und die Leistungsfähigkeit. Er gilt als eines der gesündesten Getränke der Welt. Ich versuche jeden Morgen eine Tasse grünen Tee zu trinken, um fit in den Tag zu starten.

Line sagt was zu: Superfoods – Gewiefte Marketingstrategie oder doch der Gesundheitskick?

Leinsamen / Chia-Samen

Chia-Samen sind hier noch sehr teuer, Leinsamen dagegen bekommt man schon wesentlich günstiger. Chia-Samen enthalten viele Omega-3-Fettsäuren (die zum Beispiel auch in Fisch stecken), Eisen, Proteine und Vitamine. Sie haben drei mal so viel Eisen wie Spinat, fünf mal so viel Kalzium wie Milch, drei mal so viel Antioxidantien wie Blaubeeren und doppelt so viel Kalium wie Bananen. Außerdem im Schnitt doppelt so viel Eiweiß wie andere Samen. Auch Leinsamen enthalten viele dieser Nährstoffe, allerdings nicht in der gleichen Menge. Der Nachteil bei Leinsamen ist außerdem, dass man sie erst mahlen/verschroten muss, damit sie im Darm verdauungsanregend wirken können und der Körper sie nicht unverändert wieder ausscheidet. Beide Samen sollen außerdem länger satt machen. Ich gebe jeden Morgen ein paar Leinsamen in mein Müsli, Chia-Samen sind erst vor kurzem in meine Küche eingezogen. Aber auch die werde ich vorwiegend in mein Müsli mischen. Aber man könnte sie auch in Salat tun oder die Chia-Samen als Pudding essen.

Quinoa

Quinoa oder auch Inkareis hatten wir hier sogar schon mal auf dem Blog als einen herzhaften Salat, den man gut zu Gegrilltem servieren kann. Er enthält viel Eiweiß, Eisen und Mineralstoffe, was ihn zu einem beliebten Ersatz für Reis oder Nudeln macht und auch bei Getreide-Unverträglichkeit gut geeignet ist. Quinoa ist allerdings kein Getreide, sondern ein Kraut und gehört zur gleichen Pflanzenfamilie wie rote Bete und Spinat. Durch die Mengen an Eiweiß, die in Quinoa enthalten sind, eignet sich das Pseudo-Getreide sehr gut beim Muskelaufbau. Und durch mehr Muskeln verbraucht der Körper auch mehr Kalorien.

Das waren die Superfoods, die ich schon in meinen Alltag integriert habe. Natürlich gibt es noch viel mehr Nahrungsmittel, die eine überdurchschnittliche Menge an Nährstoffen aufweisen. Aber bei manchen der hier aufgelisteten überrascht es euch vielleicht und ihr hättet es vorher nicht gewusst.

[Blaubeeren Bild und Green Bowl Bild via shutterstock.com]

Über Line

Sängerin, Gelegenheitsgenießerin, Fotografie-Liebhaberin, manchmal eine Herausforderung, literaturbegeistert, verrückt nach Sommer, Sonne, Strand und Meer, moralisch flexibel und gekommen, um zu bleiben. Alle Beiträge von Alina ansehen.

Sag was dazu!

Kürzlich