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wihel on Tour (04) - "Gut Essen" in der Autostadt in Wolfsburg | Was is hier eigentlich los?
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wihel on Tour (04) – „Gut Essen“ in der Autostadt in Wolfsburg

Heute kommt die Mittwochskolumne mal nicht von Martin, sondern von mir. Der Grund dafür ist einfach: Wir waren am vergangenen Wochenende zum zweiten Mal in diesem Jahr in die Autostadt in eingeladen. Allerdings sollte es bei diesem Besuch nicht vorrangig um Autos, sondern um Essen gehen. Und ein aufmerksamer Leser weiß: das ist mein Tanzbereich.

Als man uns vor einigen Wochen fragte, ob wir die Veranstaltung „Gut Essen“ besuchen möchten, bei der das Gastronomiekonzept der Autostadt vorgestellt wird, ließen wir uns natürlich nicht zwei Mal bitten. Ein Abend, an dem man nicht nur ganz viel isst, sondern sich auch noch pausenlos über Essen unterhalten kann? Klingt ungefähr nach der besten Veranstaltung überhaupt. Am Freitagnachmittag ging es für uns also in Richtung Wolfsburg.

So wird man doch gerne begrüßt. :)

Dort angekommen durften wir erst einmal im The Ritz Carlton einchecken. Schon bei unserem letzten Besuch verbrachten wir zwei Nächte dort und haben uns sehr wohlgefühlt. Deswegen haben wir uns am letzten Wochenende um so mehr auf das Hotel gefreut. Wir wurden sehr nett in Empfang genommen und auf unser Zimmer begleitet. Dort warteten nicht nur die ersten kleinen Leckereien (Yes, das erste Essen!), sondern auch das Rezept für das Passionsfrucht-Tiramisu, welches beim letzten Aufenthalt zumindest mein kulinarisches Highlight war. Schöner und vor allem herzlicher hätte die Begrüßung dort gar nicht sein können. Jetzt muss ich nur noch die Zeit finden und es mal nachmachen.

Veganes Tiramisu! Einer meiner absoluten Favoriten des Abends.

Nach einer ganz kurzen Verschnaufpause ging es dann zum Event. Bevor die Tore offiziell für die Gäste von „Gut Essen“ geöffnet wurden, bekam die Presse (inkl. uns) eine kleine vorab-Führung. Die Autostadt hat nämlich nicht nur für Autoliebhaber, sondern auch was seine Gastronomie anbelangt einiges zu bieten. In zehn unterschiedliche Restaurants werden die Gäste verköstigt, dabei vorrangig mit regionalen und saisonalen Produkten aus biologischen Anbau. Bei der Veranstaltung „Gut Essen“, die einmal im Jahr in der Autostadt stattfindet, präsentieren sich nicht nur die Küchen und Köche der Restaurants, sondern auch die rund 40 Lieferanten und Produzenten. In diesem Jahr zum ersten Mal dabei waren die Pilzmanufaktur Magdeburg (ganz zu meiner Freude und Martins Leidwesen, denn er hasst Pilze und ich liebe sie), die Bio Wildfarm Voldagsen, die Bio Craft Beer Brauerei Finne Bier (schon eher Martins Ding) und Lehrer und Schüler der Wichernschule aus Königslutter. Jetzt mag man sich fragen, wie denn eine Schule in ein solches Szenario passt, aber das ist ganz einfach: Die Schule produziert und verkauft diverse Lebensmittel aus eigener Herstellung (wie zum Beispiel Suppen, Backmischungen, Chutneys…) und das eben neuerdings auch in der Autostadt.

Pastrami vom Wild. Sehr lecker!

Nachdem wir die ersten Kleinigkeiten bereits bei der kurzen Führung vor der offiziellen Eröffnung probieren durften, ging es dann 18:30 Uhr richtig los. Mit etwa 750 anderen Gästen schlemmten wir uns durch das Angebot und sprachen nebenbei mit Köchen, Lieferanten und den Ansprechpartnern der Manufakturen. Die Gastronomie in der Autostadt steht ganz unter dem Motto „vital -vegetarisch – vegan“ und genau das hat man auch geschmeckt. Es gab ein großes Angebot an hochwertigen Fisch- und Fleischgerichten, vegetarischen und vegangen Speisen. Nicht zu vergessen die verschiedenen Biersorten und auch Säfte, die man probieren konnte.

Paprika-Brotaufstrich auf selbstgebackenem Brot.

Sich mit so vielen „Gleichgesinnten“ mit derselben Leidenschaft rund um Lebensmittel und deren Zubereitung auszutauschen, war sehr spannend und auch inspirierend. Wenn man sieht, mit viel viel Liebe und Hingabe die Lebensmittel hergestellt werden und wie sehr die Hersteller und Köche hinter ihren Produkten stehen und sich dafür begeistern können, hat man einen ganz anderen Blick auf die Gerichte. Da ich mich ja auch leidenschaftlich gerne mit Essen und Kochen beschäftige, weiß ich, wie viel Arbeit hinter den einzelnen Komponenten stecken kann, die zusammen ein perfektes Gericht ergeben sollen.

Eis-Sandwich! Mein zweiter Favorit.

Alles in allem kann man sagen: wir hatten einen wirklich tollen Abend mit einer solchen Menge an Köstlichkeiten, dass ich mich gar nicht entscheiden kann, was ich am liebsten mochte. Das vegane Tiramisu steht auf jeden Fall hoch im Kurs. Genau so wie die zahlreichen veganen Weihnachtspralinen. Aber auch die Frühlingsrollen mit Ente und die Trüffelpasta waren genial. Martins Favorit war eine Art Eintopf mit Fleischbällchen, also eher etwas rustikaler. Hier sind noch ein paar mehr Impressionen vom Abend:

GALERIE

Einen Nachteil hat das Ganze allerdings: man kann einfach nicht endlos viel essen. Man würde so gerne von allem mindestens drei Tellerchen nehmen, aber das ist einfach nicht möglich. Am Ende sind wir pappsatt und todmüde ins Bett gefallen und haben nur gehofft, dass wir bis zum Frühstücksbuffet am nächsten Morgen wieder hungrig sind.

Betthupferl im Hotel

Waren wir dann zum Glück auch. Das Frühstück im Ritz Carlton ließ natürlich wieder einmal keine Wünsche offen. Es gab wie schon bei unserem letzten Besuch meinen geliebten Pistazien-Chia-Pudding und dieses Mal hab ich sogar noch Eggs Benedict essen können. Nach dem ausgiebigen Frühstück ging es dann zu einem Fahrsicherheitstraining, vor dem es mir ehrlicherweise schon ziemlich graute. Wer mich kennt, der weiß, ich hasse Autofahren. Nein, das ist eigentlich nicht ganz korrekt. Autofahren an sich macht Spaß. Aber Autofahren unter Menschen ist einfach nicht mein Ding. In Hamburg fahren sowieso die meisten wie besengte Säue, da hat man als Quasi-Anfänger eigentlich überhaupt keine Chance.

Das Frühstück im Ritz Carlton ließ mal wieder keine Wünsche offen.

Deswegen ist es natürlich auf der einen Seite total gut, mal ein Fahrsicherheitstraining zu machen. Auf der anderen Seite wusste ich natürlich auch nicht genau, was mich erwarten würde und hatte auch Angst, mich vollständig zu blamieren. Der Plan war eigentlich, dass ich in der ersten Runde bei Martin mitfahre, mir das Ganze anschaue und dann in der zweiten Runde selbst am Steuer sitze. Der Fahrsicherheits-„Trainer“ war aber nicht so überzeugt von meinem Plan und überredete mich, gleich in der ersten Runde selbst zu fahren.

Ein Globus auf dem Globenfeld der Piazza bei Nacht

Nachdem ich bei den ersten Übungen ein paar Anlaufschwierigkeiten mit dem Auto hatte und allein schon das Anfahren zu meiner größten Herausforderung wurde (wieso können sich nicht einfach alle Autos beim Anfahren gleich verhalten?!), ging es dann doch erstaunlich gut. Ich war zwar mit einer geringeren Geschwindigkeit unterwegs als die anderen, aber das wäre im „echten“ Straßenverkehr ja auch nicht anders. Es wurde einige Male die Gefahrenbremsung geübt, dann Slalom-Fahren und das Bremsen auf rutschigem Untergrund. Zum Schluss mussten wir noch einigen „spontanen“ Hindernissen auf rutschiger Fläche ausweichen. Insgesamt kann ich das Training jedem Fahranfänger, aber auch erfahrenen Autofahrern nur empfehlen. Mir zitterten nach der Stunde zwar mächtig die Knie, aber ich bin sehr froh, dass ich es gemacht habe und hatte am Morgen darauf tatsächlich Lust, wieder Auto zu fahren. Mal sehen, vielleicht werde ich mich doch wieder ein wenig mehr an das Fahren heranwagen.

Nach dem Training ging es für uns dann leider auch schon wieder in Richtung Hamburg. Die Zeit in der Autostadt war sehr schön, aber bei diesem Mal fast ein wenig zu kurz. Die Veranstaltung „Gut Essen“ ist auf jeden Fall einen Besuch wert und wir können es jedem „Foodie“ nur wärmstens empfehlen. Einen Tipp hätte ich da allerdings: Esst einfach vorher nichts. Gar nichts. Ihr braucht wirklich viel Hunger, damit ihr euch möglichst durch das komplette Angebot futtern könnt.

An dieser Stelle noch einmal ein riesiges Dankeschön an Sarah und Linh, die unseren Aufenthalt in der Autostadt mal wieder zu einer wunderschönen und entspannten Zeit gemacht haben. Wir kommen immer gerne wieder! :)

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Sängerin, Gelegenheitsgenießerin, Fotografie-Liebhaberin, manchmal eine Herausforderung, literaturbegeistert, verrückt nach Sommer, Sonne, Strand und Meer, moralisch flexibel und gekommen, um zu bleiben. Alle Beiträge von Alina ansehen.

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