Ein Pfandflaschensortierautomat in Schweden - Was is hier eigentlich los

Ein Pfandflaschensortierautomat in Schweden

Ein Pfandflaschensortierautomat in Schweden | Geschichten aus'm Alltag | Was is hier eigentlich los?

Kettcar sangen mal „Das Gegenteil von gut ist gut gemeint“ und seit ich das das erste Mal gehört hab, hab ich das schon diverse Male in Situationen bringen können. Ein guter Satz, der einfach stimmt und für den es zahlreiche Beispiele gibt.

Eines, der prominentesten, von uns aber mittlerweile stillschweigend akzeptiert: Das Pfandsystem. Im Grunde ist die Idee nämlich absolut gut und empfehlenswert – Menschen, die scheinbaren Müll zurückbringen, damit man ihn vernünftig recyceln und dann wieder neue Sachen draus machen kann. Im Zweifel sogar einfach wieder genau das gleiche Produkt, dass es vorher war – ein Perpetuum Mobile quasi, dass einfach immer funktioniert.

Schaut man sich das aber mal genauer an – und hier geh ich direkt auf das Thema Pfandflaschen – wird es schnell sehr absurd. Denn wie oft standen wir schon vor einem Automaten, haben dort unsere Flaschen reingeworfen und bekamen die freudige Meldung, dass die Annahme verweigert wird, weil die Flasche nicht zum Sortiment gehört? Nicht selten sogar, wenn sich zweifelsfrei belegen lässt, dass das gelogen ist.

Das führte sogar so weit, dass ich mich dazu extra schlau gemacht hab und wenigstens schon mal verkünden kann: Plastikflaschen und Dosen muss jeder Laden annehmen, egal ob dort gekauft oder nicht – bei Glasflaschen darf man aber tatsächlich zickig sein. Konsistenz wird aber auch sehr oft einfach überbewertet.

Noch absurder wird es, wenn man mal eine leicht deformierte Pfandflasche einwirft. Die wird dann nämlich auch nicht angenommen, vollkommen egal, ob der Strichcode gelesen werden kann oder nicht. Dumm nur: Sobald die Flasche gescannt und angenommen wurde, wird sie automatisch zusammengeknüllt und somit deutlich mehr deformiert, als man das selber jemals hinbekommen würde.

Was uns nach führt. Krasser Cut, ich weiß, aber hinlänglich bekannt ist, dass gerade die Menschen in den skandinavischen Ländern am glücklichsten sind. Das liegt vor allem daran, dass das Sozialsystem deutlich durchdachter und menschenfreundlicher ist, die Leute auch nicht so krass aufeinander hängen, alle super gutes Internet haben und sowieso einfach alles viel besser ist – aber auch weil die einfach super gute Pfandflaschenautomaten haben.

In die kippt man die Scheiße nämlich einfach rein, der Rest passiert von allein. Und am Ende gibt’s dann den klassischen Bong. Schnell, effizient, gefühlt auch deutlich sauberer – ich liebe alles daran:

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Ich will sowas auch in Deutschland!

Über Martin

Technikbegeistert und immer auf der Suche nach spannenden, beeindruckenden und/oder lustigen Themen schreibt Martin neben seinem Hauptberuf täglich mehrere Artikel für wihel.de. Oder wie er es beschreibt: Andere teilen ihre Internetperlen lediglich mit ihren Freunden, wir teilen Sie mit allen, die es interessiert.

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